Elektroauto Chronik eines Irrtums

Tesla

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Aktualisiert 7.9.2019

Tesla Motors (heute Tesla Inc.) wurde 2003 in den USA gegründet, um Elektroautos, Stromspeicher und Photovoltaikanlagen in Massenproduktion herzustellen; Firmensitz ist Palo Alto im Silicon Valley. (Der Name Tesla ist eine Hommage an den Physiker Nikola Tesla.) Gegründet wurde die Firma im Juli 2003 von Martin Eberhard und Marc Tarpenning, die 2008 ausschieden. Im Frühjahr 2004 stiegen Risikokapital-Investoren ein, Elon Musk , der ein Vermögen durch Gründung und Verkauf von Paypal gemacht hatte, wurde Aufsichtsratsvorsitzender und avancierte bald zur prägenden Figur von Tesla. Der Firmensitz ist Palo Alto im Silicon Valley.“ (Wikipedia) Zwischen 2008 und 2012 wurde der Tesla Roadster (in Kooperation mit Lotus) als erstes Elektroauto mit Lithium-Ionen-Zellen gebaut. Von der Oberklasse-Limousine Tesla Model S wurden von 2012 bis 2015 über 100.000 Exemplare verkauft, dazu gab es als Ableger den SUV Model X. Seit Mitte 2017 wird die Mittelklasse-Limousine Model 3 angeboten, von dem 400.000 Vorbestellungen (mit 1000 Dollar Anzahlung) vorlagen, dessen Auslieferung aber unter großen Verzögerungen ablief. Tesla beschäftigte Ende 2017 über 37.000 Mitarbeiter. (Aus Wikipedia)

2009

Start-up Tesla. Geldgeber für Tesla waren neben Elon Musk (mit 27 Millionen Dollar) u. a. der Google-Gründer Larry Page, der Ebay-Milliardär Jeff Skoll und der Hyatt-Erbe Nick Pritzker. Im Jahr 2009 erhielt Tesla vom US-Energieministerium einen Kredit über 465 Millionen Dollar, dazu 80 Millionen Dollar von Wagnisfinanzierern.1 Zu dieser Zeit waren auch durch den Clean Air Act und dessen verschärfte Form in Kalifornien ideale Bedingungen für die fälschlich als emissionsfrei deklarierten Elektroautos gegeben. (So wird in Kalifornien u. a. der Strom aus den Kohlekraftwerken in Nevada verbraucht.) – „Auch Politiker tun das Ihre: Im US-Bundesstaat Colorado bekommt jeder Einwohner, der bis Ende des Jahres ein Null-Emissions-Fahrzeug kauft, 42.000 Dollar Zuschuss. Für einen Tesla ist das schon der halbe Preis. Damit lässt sich schnell starten.“2

2010

Teslas Börsengang. 2010 bereitete Tesla den Börsengang vor, der bis zu 100 Millionen Dollar einbringen sollte. „Seit der Gründung von sechs Jahren verkaufte Tesla 937 Roadster in 18 Länder. Für ein geplantes zweites, preiswerteres Elektroauto liegen den Angaben zufolge 2000 Reservierungen vor.“3

Daimler, Toyota und Tesla. Daimler beteiligte sich 2009 mit knapp zehn Prozent an Tesla. Toyota wollte mit Tesla Elektroautos für die USA entwickeln. „Die Kalifornier stellen die Batterien für den Elektro-Smart, den Mercedes weltweit in Testflotten im Einsatz hat. Mit dem neuen Tesla-Partner Toyota hat Daimler kein Problem.“4

2011

Vom Pleitekandidaten zum Börsenstar. Am 29.6.2010 ging Tesla an die US-Börse Nasdaq. Die Tesla-Aktie erlöste überraschend 17 Dollar und stieg kurz darauf um 30 Prozent. „Wegen der großen Nachfrage der Anleger stieg das Emissionsvolumen auf 226 Millionen Dollar. Tesla kann das Geld gut gebrauchen. Denn die Kapitalreserven neigen sich dem Ende entgegen. Das junge Unternehmen wirtschaftet hochdefizitär. Allein im ersten Quartal belief sich das Minus auf fast 30 Millionen Dollar und das bei einem Umsatz von gerade einmal 21 Millionen Dollar.“5 Dazu kam ein Staatskredit über 460 Millionen Dollar.6

Tesla übernimmt eine Autofabrik. 2010 kaufte Musk von Toyota eine Autofabrik in Fremont bei  Palo Alto für 42 Millionen Dollar, die nach Expertenmeinung eine Milliarde Dollar wert war. Vorher wurden der Roadster und die ersten Model S in Handarbeit gefertigt, wobei vom Tesla Roadster nur eine Stückzahl von 2500 gefertigt werden sollten. Vom Model 3 waren jährlich 20.000 Exemplare geplant. „Die Verluste von Tesla haben 2010 mit mehr als 150 Millionen US-Dollar einen neuen Höhepunkt erreicht, da kann man das Selbstbewusstsein der Kalifornier wohl nur vor dem Hintergrund der vergangenen vier Jahre verstehen.“6

Tesla beliefert die Daimler AG. 2011 erhielt Tesla den Auftrag für rund 2000 elektrische Antriebseinheiten für den Smart und das Batteriepaket und den Antriebsstrang für die B-Klasse Electric Drive,die ab 2014 ausgeliefert wurde. (Wikipedia)

2012

Tesla im US-Wahlkampf. Der Kandidat der Republikaner im US-Wahlkampf 2012, Mitt Romney, wandte sich gegen Barack Obamas Förderprogramm für Elektroautos, von dem auch Tesla profitiere. Romney: „Obama pumpt Geld in bestimmte Autohersteller, ohne zu begreifen, dass Toyota und GM es besser können.“7 Der Kommunikationschef von Tesla nannte dies „bedauernswert“.7 Tesla will inzwischen sein Model S in der neuen Autofabrik produzieren: „Zunächst ein paar Tausend, dann stetig mehr. Die Kalifornier expandieren und suchen Personal. Bis Ende des Jahres soll sich die Zahl der Mitarbeiter auf 2800 verdoppeln. Konzernen wie Toyota und Daimler jagt das Unternehmen Ingenieure, Manager und Designer ab. Zugleich will es sein Händlernetz vergrößern. Sowohl in den USA als auch in Europa. In Deutschland sind die Tesla-Autos bereits in Hamburg, Frankfurt und München zu besichtigen.“7

Neue Geldnöte und Verkaufsrückgang. Im September 2012 muss Tesla Motors seine Aktionäre um Hilfe angehen und will fünf Millionen neue Aktien verkaufen. „Weil weniger Autos die Werke verließen, musste Tesla auch seine Projektion für den Firmenumsatz in diesem Jahr zurücknehmen – von 560 bis 600 Millionen auf 400 bis 440 Millionen Dollar. Carter Driscoll, Analyst bei CapStone Investments, setzte die Aktie auf ‚verkaufen‘ herab. (…) Die Regierung von Präsident Barack Obama hat Tesla mit einem Vorzugskredit von 465 Millionen Dollar unterstützt. Nun, da es um die Rückzahlung des Kredits geht, musste das Energieministerium Tesla nochmals entgegenkommen. (…) Ursprünglich wollte Tesla vom ‚Model S‘ in diesem Jahr 5000 Stück produzieren und jedes für 50.000 bis 98.000 Dollar verkaufen. Tatsächlich wurden bisher nur 255 Stück ausliefert. Der Wochenausstoß liegt bei 77, geplant sind 400.“8

2013

Tesla ist Kalifornien. Teslas Model S ist ein elektrischer Sportwagen für umgerechnet 100.000 Euro und damit eigentlich auf den kalifornischen Markt zugeschnitten. „Der Durchschnittskäufer von Teslas lebt im Großraum Los Angeles, verdient angeblich 400.000 Dollar im Jahr und hat oft schon einen hochmotorigen Ferrari oder Porsche in seiner Großgarage stehen. Der Model S ist also vor allem: ein ökologisch korrektes Capriccio von meist sehr reichen Menschen.“9

2014

Tesla im 1. Quartal 2014 in den Miesen. Bedingt durch hohe Vertriebs- und Entwicklungskosten machte Tesla im ersten Quartal 2014 einen Verlust von 50 Millionen Dollar.10

Tesla-Modellwachstum. Im 2. Quartal 2014 betrug Teslas Umsatz 858 Millionen US-Dollar , mehr als Analysten erwartet hatten. Gleichzeitig stieg der Verlust auf 62 Millionen Dollar.11

Der kommende Geländewagen. 2015 wird das Model X kommen, ein elektrischer Geländewagen mit Flügeltüren.12
Welche Freude, wenn die Eigentümer des Model X feststellen, dass sie durch die Flügeltüren in ihrer Garage eingeklemmt sind – wie beim Mercedes-Modell SLS.
„Ein Scheitern des Branchenneulings ist nicht auszuschließen. Tesla hat seit der Gründung vor elf Jahren wirtschaftlich betrachtet bereits eine Achterbahnfahrt hinter sich. Einen Gewinn hat die Firma noch in keinem Jahr erwirtschaftet, und über einen Zeitraum von drei Jahren stand Tesla Motors, wie Musk in einem Interview sagte, ‚immer wieder kurz vor dem Aus‘.“12

Börsenprimus mit roten Zahlen. Das Model S von Tesla ist nicht zufällig der Mercedes S-Klasse nachempfunden – wie das Model 3 an BMW adaptiert ist. Das Model S soll über 422 PS verfügen und maximal 500 km Reichweite haben. Tesla startet eine Offensive: “ 2015 startet die Produktion des Tesla Model X Crossover, 2016 läuft im großen Stil die Giga-Batteriefertigung mit Panasonic an, 2017 will die Marke mit dem Model III in die 35.000-Euro-Preisklasse vordringen. Obwohl Tesla nach wie vor rote Zahlen schreibt und 2014 keine 40.000 Fahrzeuge absetzen dürfte, bewertet die Börse das Unternehmen mit phantastischen 30 Milliarden Dollar.“13

2015

Tesla wieder mit Verlust. Die Analysten erwarteten Gewinn und täuschten sich: Auch im 4. Quartal 2014 schrieb Tesla Verlust – 108 Millionen US-Dollar. Es wurden nur 1000 Fahrzeuge an die Käufer ausgeliefert. Der gesamte Verlust in 2015 belief sich auf 294 Millionen Dollar.14

März 2013: Musk wollte an Google verkaufen. Im März 2013 wollte Elon Musk Tesla an Google-Gründer und Mitinhaber Larry Page verkaufen, berichtete Bloomberg. „Musk soll vorgeschlagen haben, dass Google Tesla für sechs Milliarden Dollar komplett schluckt und weitere fünf Milliarden in die Produktion steckt.“15

Hochsubventioniertes Tesla. Im Sommer 2015 stellte Tesla die Energy-Batterie für zuhause vor. Alle Tesla-Käufer bekommen in Kalifornien vom US-Bundesstaat einen 2500-Dollar-Rabatt und können 7500 Dollar bei der Einkommensteuer geltend machen. „Das sind zwei der vielen Deals, die Musk für seine Firmen Tesla, SpaceX und Solar City ausgehandelt hat. Schließlich ist es für Politiker durchaus karrierefördernd, auf Fotos mit Elon gesehen zu werden und seinem Bundesstaat Arbeitsplätze in der zukunftsträchtigen Technologiebranche zu beschaffen.“16
Die Los Angeles Times untersuchte die bisherigen Förderungen, Steuerbefreiungen und Zuschüsse für Tesla und kam auf 4,9 Milliarden Dollar. Dazu kommen Aufträge über 5,5 Milliarden Dollar für Raketenfirma SpaceX von Nasa und Air Force. „Tesla, SpaceX oder die Solaranlagenfirma Solar City sind nämlich nicht wegen ihrer fetten Gewinne so hoch an der Börse bewertet, denn von Gewinnen kann keine Rede sein: Tesla erwirtschaftete 2014 einen Verlust von knapp 300 Millionen Dollar, SpaceX ein Minus von 56 Millionen.“16

Subventionierte Gigafactory. Nevada holte 2015 für fast 1,3 Milliarden Dollar die Tesla Gigafactory. Der US-Bundesstaat New York baut für 750 Millionen Dollar in Buffalo eine Solar-Panel-Fabrik, die nach Fertigstellung für einen Dollar jährlich an Musks Solar City vermietet wird. „Und als Zugabe werden dem Unternehmen auch noch für ein Jahrzehnt die Steuern erlassen. Kalifornien fördert und begünstigt Tesla mit 781 Millionen Dollar, Texas hilft SpaceX beim Bau einer Raketenstart-Plattform mit etwa 20 Millionen.“16

Zweites Quartal 2015: Neue Verluste. 184 Millionen Dollar machte Tesla im 2. Quartal 2015. Der Umsatz stieg im 2. Quartal auf 955 Millionen Dollar, die Absatzprognose für 2015 wurde von Tesla auf 50.000 bis 55.000 nach unten korrigiert. „An der Börse kam die Korrektur nicht gut an: Die Aktie verlor.“17

Tesla tanken mit Roboter. Tesla arbeitet an einem Laderoboter, der das Elektroauto Tesla Model S lädt, wie in einem Tesla-Youtube-Film zu sehen war. „Ein wenig Feinschliff braucht das Gerät noch, denn in den gut 30 Sekunden, die der Roboter braucht, hat ein Mensch drei bis fünf Mal ein herkömmliches Ladekabel ein- und ausgesteckt. Andererseits: Angesichts der Ladezeiten, die das Model S benötigt – je nach Station 30 Minuten bis einen Tag -, kommt es auf eine halbe Minute mehr oder weniger auch nicht an.“18

Tesla gehackt. Im August 2015 wurde öffentlich, dass Hacker in die Software eines Model S eingegriffen haben: Sie installierten einen Trojaner und konnten von außen den Motor ausschalten. „Zwar soll Tesla die Sicherheitslücke mit einem Software-Update bereits geschlossen haben, aber der nächste Hackerangriff kommt bestimmt.“18 Außerdem konnten Sicherheitsforscher extern das Auto anhalten und entriegeln. Tesla gab an, die Sicherheitslücken inzwischen geschlossen und über WLAN den Fahrzeugen ein Update übermittelt zu haben.19

Die besseren Tesla-Menschen. „‚Jetzt mal ehrlich‘, sagt der Mann: ‚Mit einem Tesla bekommen Sie jede Frau!‘ Tesla-Fahrer halten sich für grandiose Geschöpfe, die diesen Planeten allein durch den Kauf eines Elektroautos ein bisschen gesünder machen. Wer in diese Firma investiert, der beteiligt sich an der grünen Revolution gegen all die grauen Autobau-Dinosaurier, die ihr eigenes Aussterben dadurch befördern, indem sie weiter den Kometen bauen, der die Welt vernichten wird.“20

2016

Teslas Fünf-Dollar-Jobs. Ein Elektriker, der 2015 bei Tesla einen Arbeitsunfall hatte und sich beide Beine brach, verklagte Tesla. Dabei stellte es sich heraus, dass der Elektriker ein Leiharbeiter der deutschen Firma Eisenmann war und eigentlich wie 140 andere Slowenen und Kroaten bei der Firma ISM Vuzem aus Slowenien angestellt war. Der Stundenlohn betrug angeblich nur fünf Dollar Stundenlohn. Der Mindestlohn liegt in Kalifornien bei 7,50 Dollar. „Tesla kann also nach eigenem Dafürhalten nichts dafür, dass 140 Arbeiter aus Osteuropa für fünf Dollar pro Stunde in Fremont beim Aufbau einer Lackiererei gearbeitet haben. Man habe nicht einmal gewusst, dass die Arbeiter an sechs Tagen pro Woche Zehn-Stunden-Schichten abgerissen hätten, wie diese vor Gericht aussagten. (…) Wer aber trägt nun die Verantwortung dafür, dass Arbeiter aus Osteuropa mit fragwürdigen Visa ins Silicon Valley gebracht werden und für weniger als den gesetzlichen Mindestlohn arbeiten?“21

Tesla kauft Sonnenenergie. Elon Musk hat mit anderen 2006 die Solarfirma Solar City gegründet. Im Sommer 2016 will Tesla Solar City für 2,8 Milliarden Dollar übernehmen. Damit soll die Versorgung der Tesla-Elektroautos mit Ökostrom ermöglicht werden und die Solaranlagen gleich mit anbieten. Die Tesla-Anleger waren nicht begeistert. „Tesla-Aktien verloren nach der Mitteilung mehr als 13 Prozent, was einem Wertverlust von 4,3 Milliarden Dollar gleichkam. Solar-City-Papiere gingen um 18 Prozent in die Höhe. Musk hält 19 Prozent an Tesla und 22 Prozent an Solar City, er will sich bei der Abstimmung über die Übernahme aber zurückhalten.“22

Hedge-Manager: Tesla wird pleitegehen. Der New Yorker Hedgefonds-Manager Mark B. Spiegel, Gründer und Chef von Stanphyl Capital Management, setzte im August 2016 im SZ-Interview darauf, dass Tesla scheitern wird. Seiner Meinung nach fusionierten mit Tesla und Solar City zwei Unternehmen, die beide Verluste schreiben und zusammen noch mehr Geld verlieren werden. Außerdem hätte Musk behauptet, Tesla habe 2014 jedes hergestellte Auto verkauft, dabei waren 3000 Autos nicht verkauft, die mit hohen Rabatten 2015 verkauft werden mussten. Zur Zukunft von Tesla sagte Spiegel: „Ich glaube, dass Tesla irgendwann Insolvenz anmelden wird. (…) Ich rate den Menschen, die Finger von Tesla-Aktien zu lassen.“23 Und zur Kursentwicklung der Tesla-Aktie: „Die Blase ist stabiler, als viele gedacht haben – aber sie kann jederzeit platzen. Ich warte geduldig darauf, dass dieser Luftballon gegen einen Nagel segelt und platzt. Glauben Sie mir: Es gibt genügend Nägel da draußen.“ Zum billigeren Model 3 äußerte Spiegel: „Ich sage Ihnen: Tesla würde jetzt den größten Quartalsverlust seiner Geschichte verkünden müssen – wären da nicht die 1000 Dollar Anzahlung, die viele Menschen für das Model 3 geleistet haben. Der Verlust dürfte im kommenden Quartal noch drastischer ausfallen.“23 Die Anzahlung von1000-Dollar hielt Spiegel für verloren.
Auch die Konkurrenz von Tesla, die demnächst in den Elektroauto-Markt einsteigen wird, hält Spiegel für besser: Diese beherrschen den Massenmarkt. Das Interieur von Mercedes oder Audi sei höherwertiger und ihre Elektromotoren besser als bei Tesla, ebenso ihre künftigen Batterien. „Diese Unternehmen können es sich erlauben, Verluste mit der Produktion von Elektroautos hinzunehmen, weil sie immer noch genügend andere Fahrzeuge verkaufen. Aber wie lange kann Tesla noch Geld verbrennen?“23

Erster offizieller Tesla-Toter. In Florida starb ein Tesla-Fahrer in einem als autonom geltendem Auto. „Der Fahrer, der in Florida starb, glaubte offenbar, er sitze in einem vollkommen autonom fahrenden Auto. Das aber gibt es noch nicht, jedenfalls nicht in Serienreife.“24 – „Tesla merkte dazu später an, der Fahrer habe eine Beta-Version genutzt, die nicht ausgereift sei. Eine zynische Bemerkung – sie entspricht aber dem Geist des Silicon Valley, wo die Firmen ihre Software halbfertig entwickeln, ehe die Kunden sie testen sollen. Für ein Produkt, bei dem es auf Leben und Tod ankommt, ist das keine akzeptable Strategie.“25

Tesla: Größenwahn oder Schneeballsystem? Die kritischen Stimmen zu Tesla mehren sich, wie z. B. in einem Bericht von Reuters und der SZ im August 2018. Elon Musk plant eine Verzehnfachung der Elektroauto-Produktion von Tesla. Dazu lässt er für fünf Milliarden Dollar eine Batteriefabrik in Nevada bauen. Der Ausbau der Produktion kommt den Elektroauto-Hersteller Tesla teuer zu stehen. Und im Frühjahr 2016 lieferte Tesla im 13. Quartal hintereinander einen Verlust ab, der im 2. Quartal des Jahres um etwa 60 Prozent auf 293,2 Millionen Dollar stieg – bei 1,27 Milliarden Dollar Umsatz. „Das Unternehmen hatte ursprünglich angekündigt, 80.000 bis 90.000 Fahrzeuge in diesem Jahr auszuliefern. 2018 sollen es dann 500.000 sein. Zusätzlich will Tesla seine Modellreihe auf alle wichtigen Fahrzeugvarianten erweitern. 2017 sollen auch elektrische Busse und Lastwagen gebaut werden. Zudem will Musk das autonome Fahren vorantreiben. Alle Modelle sollen künftig vollständige Selbstfahrfähigkeiten haben.“26
Autonomes Fahren geht nur in Elektroautos: die Vernetzung ist da, und so kombinieren sich zwei so aufwendige wie unsinnige Technologien. Herauskommen wird das total überwachte E-Auto und sein total überwachter Fahrer.

Tesla mit winzigem Gewinn – durch „Zero Emission Vehicle Credits“. Tesla machte zum ersten Mal seit drei Jahren im 3. Quartal 2016 einen kleinen Gewinn von 22 Millionen Dollar bei 2,3 Milliarden Dollar Umsatz. Der Gewinn ist aber nicht unbedingt auf die Autoproduktion zurückzuführen: „Zum Gewinn trugen fast 139 Millionen Dollar aus dem Verkauf sogenannter ‚zero emission vehicle credits‘ bei. Der Erwerb solcher Emissionspunkte erlaubt es Autoherstellern in Kalifornien, sich von der Pflicht zur Herstellung von Elektrofahrzeugen freizukaufen. Da Tesla ausschließlich E-Autos fertigt, kann es seine Punkte verkaufen. Das Unternehmen habe etwa so viele dieser ZEV-Credits verkauft wie im ganzen Jahr 2014, sagte der Analyst Jeffrey Osborne von Cowen. ‚Das ist ein Geschäft mit fast 100 Prozent Gewinn.‘“27

Tesla kauft in Deutschland zu. Tesla kaufte im Herbst 2016 das deutsche Maschinenbauunternehmen Klaus Grohmann aus der Eifel mit 790 Mitarbeitern und 123 Millionen Euro Umsatz. „Tesla will wachsen und braucht dafür Technologien und Ingenieure. Die Produktion des günstigeren Tesla-Massenwagens Model 3 soll bis 2018 von 50.000 auf 500.000 ausgebaut werden; 2020 will Elon Musk eine Million dieser Elektroautos verkaufen. Dafür kann er die Robotertechnologie aus Deutschland gut gebrauchen, zumal die Firma auch in China und den USA aktiv ist. (…) Grohmann verdient sein Geld vor allem damit, anderen Konzernen aus der Auto-, Halbleiter-, Medizintechnik- oder Pharmaindustrie Fertigungsanlagen in die Fabrik zu stellen.“28

Zulieferer Tesla. Grohmann hat auch BMW mit Anlagen für die Herstellung des Elektroflitzers i8 beliefert. „Der Anlagenhersteller Tesla Grohmann Automation aus Prüm in der Eifel, Konzernzentrale in Palo Alto, wäre dann irgendwie auch als Zulieferer für Audi, BMW und Co. unterwegs. Sehr besonders. Bei BMW in München hieß es am Dienstag lediglich, man gehe davon aus, dass alle Verträge mit Grohmann eingehalten werden. Doch der Elektroautopionier Musk wäre nicht Musk, wenn er das komplizierte Wirtschaftliche nicht ins Missionarische wenden würde.“29
Nachtrag vom April 2017: Tesla droht ein Streik bei Grohmann, da die Tarifverhandlungen nicht zufriedenstellend verlaufen waren, wie ein IG-Metall-Vertreter mitteilte. „Derzeit liege das Lohnniveau 25 bis 30 Prozent unter dem Tarifgehalt, sagte Betriebsratschef Uwe Herzig. Tesla teilte mit, man arbeite daran, ‚dass jeder bei Tesla Grohmann Automation fair und wettbewerbsfähig über dem Branchenniveau bezahlt wird.‘“30 – „Als die Mitarbeiter von Grohmann im Frühjahr Tarifverträge einforderten, wurde aus dem netten Elon mit einem Mal der strenge Musk, der die Konfrontation mit der Gewerkschaft suchte. Er glaube nicht, ‚dass die IG Metall unsere Mission teilt‘, erklärte der Tesla-Chef in einem Brief an die Belegschaft.“31
Nachtrag vom November 2017: Die früheren Grohmann-Kunden wie BMW, Daimler und Bosch verlieren Grohmann als Zulieferer. „Wenige Monate nach der Übernahme ließen Musks Gefolgsleute jedoch durchblicken, dass die Firma künftig nur noch einem Herrn zu dienen habe: Tesla. Die übrigen Abnehmer mussten sich einen neuen Zulieferer suchen.“31

2017

Tesla und Trump. Tesla stornierte im Januar 2017 einen Auftrag über 100 Millionen Euro beim deutschen Zulieferer SHW. Der Grund seien technische Mängel. Allerdings vermuten Eingeweihte den „Trump-Effekt“: „Demzufolge habe Tesla-Chef Elon Musk den Auftrag storniert, um beim neuen US-Präsidenten Trump Punkte zu sammeln, indem er die Achsgetriebe-Pumpen bei einem US-Unternehmen in Auftrag gibt. (…) Tatsache ist: Am Montag traf sich Elon Musk mit Trump, und am Dienstag ging bei SHW die Kündigung ein. Trump hatte zuvor mehrmals Autoherstellern Strafzölle angedroht, falls sie nicht in den USA produzieren.“32

Tencent steigt ein. Die US-Börsenaufsicht SEC wurde vom chinesischen Internetkonzern Tencent informiert, dass Tencent fünf Prozent der Tesla-Aktien für rund 1,8 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) gekauft hätten. Damit soll auch der Start der Serienfertigung des Mittelklasse-Autos ‚Model 3‘ ermöglicht werden. „Der Wagen ist Teslas mit Spannung erwartetes, erstes Elektroauto für den Massenmarkt. Es gibt Hunderttausende Vorbestellungen. Vom Erfolg des Projekts hängt ab, ob das Unternehmen den Sprung aus der Luxus-Nische schaffen kann. Anleger setzen großes Vertrauen in die Versprechen von Tech-Milliardär Musk – die Tesla-Aktie ist seit Jahresbeginn um 26 Prozent gestiegen.“33

Rekord-Auslieferung von Tesla. Im 1. Quartal 2017 produzierte Tesla 25.400 Fahrzeuge, davon wurden 25.000 an Kunden übergeben. Das war eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 69 Prozent.34 – „Der Elektroautobauer Tesla hat im ersten Quartal Rekorde bei Produktion, Auslieferungen und Umsatz erzielt, ist dabei aber stärker als erwartet in die roten Zahlen geraten. Der Verlust nahm verglichen mit dem Vorjahreswert von 282 auf 330 Millionen Dollar zu, wie die Firma des Tech-Milliardärs Elon Musk am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Umsätze verdoppelten sich aber auf 2,7 Milliarden Dollar.“35

Mitarbeiter parken bei Tesla. Es gibt einen Kampf um die Parkplätze auf den Tesla-Firmengeländen in Palo Alto und Fremont. „Tesla hat in den vergangenen Jahren viele neue Mitarbeiter eingestellt, seine Parkflächen aber kaum erweitert. So kommt es, dass allein in Fremont 6000 Mitarbeiter um 4500 Parkplätze streiten. Die Tatsache, dass wegen der Schichtarbeit nie alle Angestellten gleichzeitig auf dem Gelände sind, entschärft die Lage kaum.“36

Tesla so viel wert wie General Motors. „Obwohl der Aufbau einer Produktionsplattform für die Massenfertigung große finanzielle Risiken birgt, ist das Vertrauen der Investoren bislang riesig. Am Börsenwert gemessen zog das Start-up aus Kalifornien, das seit Gründung 2003 noch nie einen Jahresgewinn vorweisen konnte, zuletzt sogar am zweitgrößten US-Autobauer Ford vorbei und schloss zum Branchenführer General Motors auf.“35

Tesla goes China. Auch für Tesla ist der chinesische Elektroauto-Markt wichtig, weil die chinesische Regierung – bedingt durch die hohe Abgasbelastung -, Elektroautos fördert. Im Jahr 2016 wurden in China über 500.000 Elektroautos verkauft. Tesla verzeichnete 2016 in China einen Umsatz von über einer Milliarde Dollar. Nun will Tesla ein Werk in Lingang errichten. Tesla müsste dann nicht mehr 25 Prozent Einfuhrsteuer entrichten und könnte an den staatlichen Zuschüssen für Elektroautos in Höhe von umgerechnet mehreren Tausend Euro teilhaben: Importautos erhalten diese staatliche Subvention nicht. „Ebenfalls interessant für Tesla wäre die geplante E-Auto-Quote in China, die möglicherweise bereits im kommenden Jahr, spätestens aber 2019 in Kraft treten wird. Als reiner Elektro-Hersteller bekäme Tesla dann Kreditpunkte für produzierte Fahrzeuge gutgeschrieben, die dann an Autohersteller veräußert werden können, die die staatlichen Vorgaben nicht erfüllen.“37
Aber für die Autoproduktion in China benötigt ein ausländischer Hersteller eine Lizenz, die er nur in Kooperation mit einem chinesischen Hersteller erhält. Wieweit der Kauf der fünf Prozent Tesla-Aktien durch den chinesischen Technologiekonzern Tencent damit zusammenhängt, bleibt unklar.37

Teslas Wert. In Amerika zog Tesla mit General Motors gleich, in Deutschland mit BMW. „Dabei bauen die Münchner einschließlich der Marke Mini 30 Mal so viele Autos und verdienen damit ordentlich Geld, knapp sieben Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Tesla hingegen: bloß 76.000 Fahrzeuge, vier Milliarden US-Dollar Umsatz, und ein Verlust von 770 Millionen.“38

Tesla spart (1): an der Gesundheit. Die Arbeitsbelastung bei Tesla ist so hoch, dass 2016 über hundert Mal der Krankenwagen kam. Tesla spricht von Einzelfällen und strebt eine sichere Fabrik mit Robotern an. „Im vergangenen Jahr kaufte Musk den rheinland-pfälzischen Maschinenbauer Grohmann. Mit dessen Spezialanlagen lassen sich automatisch Batterien zusammenbauen oder Dachteile befestigen. Maschinen können sich nicht wehtun – und sie fordern keinen Monatslohn.“38

Tesla spart (2): an der Nullserie. Bevor ein Automodell in Serie geht, legen die konventionellen Autofabriken eine Nullserie zu Testzwecken auf. „Bei Tesla gibt es das nach SZ-Informationen nicht, auch wenn sie das nicht offiziell bestätigen: Die ersten 30 Kunden werden auch die ersten 30 Autos erhalten. Das spart Geld und falls etwas schief läuft, gibt’s eben ein schnelles Update, flankiert per Twitter-Nachricht.“38

Tesla stürzt ab. Seit 4.7.2017 verlor die Tesla-Aktie 15 Prozent, das entspricht rund neun Milliarden Dollar. „Nun führt wieder GM, der traditionsreiche, aber bei Innovationen hinterherhinkende Konzern aus Detroit. Als Gründe für die starken Wertverluste bei Tesla werden zwei Dinge angeführt: Zum einen musste das Unternehmen mitteilen, im zweiten Quartal nur 22.000 statt der von Analysten erwarteten 25.000 Autos ausgeliefert zu haben. Am Donnerstag wurde zudem bekannt, dass Teslas Model S in einem US-Sicherheitstest erneut die Bestnote verfehlte.“39

Thomas Fromm in der SZ zu Teslas Börsenwert: „… Männer, die oft seit Jahrzehnten über Benzin- und Dieselmotoren brüten, sehen den Rivalen durch ihre alten Automanager- und Ingenieursbrillen. Und was sie da sehen, ergibt für sie keinen Sinn. Wie kann es sein, dass eine Autofirma, die zuletzt an die 80.000 Wagen im Jahr verkauft (BMW verkauft 30-mal so viel) und kaum profitabel ist, am Börsenwert gemessen zeitweise der wertvollste US-Autokonzern ist?“40

Tesla verbrennt Geld – der Kurs steigt. Anfang August 2017 präsentierte Tesla die Ergebnisse für das zweite Quartal 2017: Pro Woche werden bei Tesla fast 100 Millionen Dollar Verlust gemacht, im 2. Quartal insgesamt 336 Millionen Dollar bei2,8 Milliarden Dollar Umsatz. „2018 will Musk dann noch mal doppelt so viele Autos bauen. Dass er das schafft, bezweifeln Branchenkenner, selbst wenn die Nachfrage so groß ist. Derzeit sollen jeden Tag im Schnitt 1800 Reservierungen für das Model 3 eingehen. Neu hinzu kommen sollen noch ein kleiner Truck sowie das Kompakt-SUV Model Y.“41

Dazu Christian Wüst im Spiegel:
(1): „Entzauberung“.
„Tesla wird von optimistischen Aktionären getragen, die offenbar damit leben können, dass hier notorisch Verluste gemacht werden. Die bisher verkauften Produkte sind Luxusgüter – und das günstigere Model 3 für den Massenmarkt, das noch in diesem Jahr in den Handel kommen soll, steht kurz vor der Entzauberung: Zum angekündigten Grundpreis von 35.000 Dollar wird der Käufer nur eine abgespeckte Version mit kleinerer Batterie und entsprechend bescheidener Reichweite bekommen. Und auch die wundersamen Reichweiten der teuren Tesla-Modelle werden in einem realistischen Reiseszenario nicht annähernd erzielt.“42
Die amtlichen Prüfzyklen liefern dem Elektroantrieb beste Voraussetzungen – auch mit Rekuperation. „Fernreisen mit heute auf Autobahnen üblichen Geschwindigkeiten zehren die Batterie dagegen im Schnellgang aus. Schon für die Richtgeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde braucht ein Pkw bis zu 30 Kilowatt Antriebsleistung. Diese dauerhaft aus dem Akku zu ziehen ist eine Tortur für die Batteriezellen. (…) Die Akkus der großen Tesla-Modelle verfügen zwar über 100 Kilowattstunden Speicherkapazität. In akzeptabler Zeit lassen sich Lithium-Zellen aber nur zu etwa 80 Prozent füllen. Ohne zu großen Nervenkitzel nutzbar bleiben höchstens 75 Kilowattstunden. Bei zügigem Reisetempo dürften also bestenfalls 300 Kilometer zwischen zwei Steckdosen liegen.“42

(2): Grüner Zauber. Schnellere Ladezeiten sind nur mit Schnellladestationen möglich: Die Schnellladung geht aber wiederum zu Lasten der Lebensdauer der Batterien. „Doch spätestens mit dieser Blitzbetankung wird sich die ökologische Gretchenfrage der batterieelektrischen Verkehrswende mit Nachdruck stellen: Wie grün ist der ganze Zauber eigentlich? Die Wahrheit ist ebenso simpel wie unbequem: Wer sauber sein will, fährt besser Bahn. Motorisierter Individualverkehr ist Energieverschwendung, auch ohne Benzin und Diesel. Ein Rechenbeispiel: 28 Starkstrom-Tanker à la Tesla an den künftigen 350-kW-Säulen würden das Stromnetz so stark belasten wie ein ICE mit 830 Passagieren bei voller Fahrt.43

Tesla deckt jetzt Dächer. Tesla entwickelt eigene Dachziegel für Solaranlagen mit integrierten und unsichtbaren Photovoltaik-Flächen. „Der Kunde kann unter anderem wählen zwischen grauer ‚Schiefer-Optik‘ und rotem ‚Toskana-Stil‘. Lieferbar ‚ab 2018‘. Wer schon immer eine Solaranlage auf seinem Dach haben wollte, die man nicht sieht, kann jetzt vorbestellen. Gegen Vorauszahlung natürlich – auch das kennt man bei Tesla: 930 Euro für die Dachziegel, 450 Euro für die Hausbatterie.“44

Energiedichte der Tesla-Zellen. „Schon früh wurde bekannt, dass Tesla mit den 2170er-Zellen auf ein neues Format setzt, seit einigen Tagen gibt es neue – wenn auch noch inoffizielle – Details. Die neuen Zellen besitzen im Unterschied zu den bisher verbauten Zellen im Model S und Model X einen Durchmesser von 21 Millimeter und eine Länge von 70 Millimetern. Bisher verbaute Tesla handelsübliche 18650er-Zellen mit einem Durchmesser von 18 Millimetern und einer Länge von 65 Millimetern – ähnlich den Zellen, die in dieser Bauweise auch in Notebooks und anderen technischen Geräten eingesetzt werden. Interessant bei solchen signifikanten Veränderungen ist die Frage, ob damit neben der reinen Veränderung der Form auch wesentlich wichtigere Verbesserungen stattfinden, z. B. hinsichtlich der Energiedichte. (…) Das in einem Tesla Model 3 verbaute Akku-Pack mit einer Standard-Kapazität von 50 kWh besteht aus 2976 einzelnen 2170er-Zellen, die zu sogenannten ‚Bricks‘ von je 31 Zellen gebündelt werden. Diese Bricks befinden sich in vier voneinander getrennten Modulen, wobei die zwei äußeren Module je 23 Bricks und die zwei inneren Module je 25 Bricks beherbergen. In den momentan verbauten ‚Long Range‘ Batterien mit 74kWh befinden sich hingegen 4416 Zellen, die zu Bricks mit je 46 Zellen zusammengefasst werden. (…) Durch das größere Zellformat konnte Tesla die Zahl der einzelnen Zellen erheblich reduzieren, jede von ihnen kann nun mehr Energie speichern. In einem Tesla Model S oder Tesla Model X mit 100 kWh befinden sich zwar nur – vergleichbar mit den o. e. ‚Bricks‘ – 16 Batteriemodule, diese beherbergen allerdings je 516 Zellen. Ein Elektroauto mit dieser Gesamtkapazität bringt es also auf 8256 einzelne 18650er-Zellen.“45

Akkus und Kälte. Bei Kälte müssen die Akkus vorgeheizt werden: Dafür gibt es in Model S und Model X ein eigenes Heizsystem. Das Model 3 hat kein Heizsystem, sondern wird über die Wärme des Antriebssystems beheizt. „Die Software des Fahrzeugs sendet bei entsprechend niedrigen Temperaturen ein Signal an den Elektromotor, der dann auch im Parkzustand – und dementsprechend ohne Drehmoment, selbstverständlich – die benötigte Energie und Wärme produziert. Elementar dürfte sein, dass sich die Akkuzellen auch selbst und gegenseitig erwärmen, während sie den Strom für den Elektromotor liefern. Inwieweit dieses Prinzip Auswirkungen auf die Kapazität und Reichweite des Model 3 bei konstant kälteren Temperaturen hat, wird man messen müssen. Vermutlich werden die Ingenieure einen Kompromiss angepeilt haben, der die vergleichbaren Nachteile viel zu kalter Akkuzellen adäquat ausgleicht.“45

Alterung der Batterien. „Eine vollständige Ent- und Aufladung von Lithium-Ionen-Batterien gilt als eine der Hauptursachen für eine schnelle Alterung der Batterien, inklusive dem schleichenden Verlust der Aufnahmekapazität.“45
Von daher bewegt sich die Nutzerbandbreite der Akkus von etwa 20 bis 80 Prozent.

3. Quartal 2017: Tesla wieder im Minus. Das Model 3 hat eine niedrige Auslieferung als geplant, die Gigafactory läuft mit Pannen, und die Karosseriefabrik klemmt. „Unter dem Strich fiel in den drei Monaten bis Ende September ein Verlust in Höhe von 619 Millionen Dollar an. Der höchste Fehlbetrag, den Tesla seinen Aktionären bislang in einem Quartal zugemutet hat. Die Quittung: Am Donnerstagmorgen begann der Handel für die Tesla-Aktie sechs Prozent unter dem Wert des Vorabends.“46 Ein Grund für den stockenden Anlauf des Model 3 ist der Verzicht auf den Testlauf mit einer Nullserie. „Etablierte Autobauer wie Daimler, BMW oder Audi haben solche Produktionsabläufe über Jahrzehnte perfektioniert. Und nehmen sich doch bei jedem neuen Modell Monate Zeit, um die Abläufe zu testen. Das Team von Musk muss dagegen nicht nur mit weitaus weniger Spezialisten, sondern auch ohne einen solchen Vorlauf auskommen. Es wäre reine Glückssache, verliefe unter solchen Bedingungen alles reibungslos.“46

Tesla und die Hoffnung. Der Börsenkurs von Tesla lässt nur noch staunen. „Im Sommer wurde der US-Konzern teilweise höher bewertet als General Motors oder BMW. Eine gewagte Wette auf die Zukunft, denn Tesla verkaufte im vergangenen Jahr weniger als 80.000 Autos, BMW hingegen zwei Millionen. Und während BMW fast zehn Milliarden Euro Gewinn erzielt hat, macht Tesla derzeit sechs Millionen Euro Verlust – pro Tag. (…) Allein im ersten Halbjahr verbrannte Tesla mehr als zwei Milliarden Dollar, ohne dass die Aktie dramatisch eingebrochen wäre oder irgendwer Musks Rücktritt gefordert hätte.“31

Keine Prämie für Tesla-Fahrer. Die Prämie für Elektroauto-Käufer in Deutschland aus dem Jahr 2016 sah 4.000 Euro für reine Elektroauto und 3.000 Euro für Hybridautos vor, wovon Staat und Autoindustrie jeweils die Hälfte zahlten. Die Kappungsgrenze lag bei Elektroautos über 60.000 Euro. Damit sollten wohl auch die teuren Tesla-Modelle von der Subventionierung ausgeschlossen werden. Aber Tesla bot daraufhin ein Modell an, das die Förderbedingungen erfüllte. „Ein recht nacktes Auto verkaufen die Amerikaner seitdem, ohne die üblichen Annehmlichkeiten. Navi, Rückfahrkamera, Spurhalteassistent oder Parksensoren fehlen dem ‚Model S Base‘. Für 13.101 Euro lässt sich dies als Komfortpaket dazu buchen. Ein geschickter Schachzug, um die Förderung doch einzustreichen: 834-mal hat das zuständige Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (Bafa) mittlerweile Tesla-Käufern den Zuschuss bewilligt. Doch damit ist nun Schluss. Das Model S ist am Freitag von der Liste der förderfähigen Modelle geflogen. Der Grund sei, dass das Auto nur mit dem zusätzlichen Komfortpaket zu kaufen sei, erklärte das Bafa; seit dem Sommer habe man das Kaufprozedere überprüft. Das Amt untersucht nun, ob der Staatsanteil an den bereits ausgezahlten Prämien zurückgefordert wird.“47

2018

Neues von Teslas SolarCity. Der Nachrichtenkanal Bloomberg meldete im Januar 2018, dass die Tesla-Tochter SolarCity die Serienproduktion der Dachziegel in Buffalo im US-Bundesstaat Washington gestartet hat: der Quadratmeterpreis liegt bei umgerechnet 200 Euro. Bis Ende 2018 sollen die Dachziegel schon ausverkauft sein.
Die Solarziegel aus gehärtetem Glas mit Solarzellen von Panasonic gibt es in den vier Varianten „strukturiert“, „glatt“, „Toskana-Stil“ und „Schiefer-Optik“. Sie sind von der Ferne aus nicht von normalen Dachziegeln zu unterscheiden. „Dennoch sind sie dank einer von 3M speziell für Tesla entwickelten Beschichtung durchlässig für die Sonneneinstrahlung. Die Effizienz liegt bei 98 Prozent – im Vergleich zu den 100 Prozent eines herkömmlichen Solarmoduls. Dabei sollen die Tesla-Ziegel dreimal so robust wie normale Ziegel sein.“48

Tesla-Roadster im All. Ursprünglich sollte Musks „Falcon Heavy“-Rakete von SpaceX 2013 starten – es wurde etwas später. Am 6.2.2018 hob die Trägerrakete der Raumfahrtfirma SpaceX vom Kennedy-Space-Center ab. „Und Musks Raumfahrtfirma SpaceX machte eine riesige Show daraus: Erst landeten zwei der wieder verwendbaren Booster unter großem Jubel der SpaceX-Mitarbeiter zeitgleich auf Plattformen nahe des Kennedy-Space-Centers, kurz darauf setzte der dritte Booster auf einer Plattform mit dem skurrilen Namen ‚Of course I still love you‘ im Atlantik auf. Damit nicht genug: Wenig später übertrug SpaceX erste Bilder von Musks rotem Tesla-Roadster in der Erdumlaufbahn. (…) Das E-Auto rast nun auf der Heavy Falcon mit 40.000 Stundenkilometern um die Sonne und kommt dabei auch irgendwann am Mars vorbei.“49

Teslas Raumfahrt-Erfolg. Falcon Heavy ist die derzeit stärkste Rakete weltweit. Laut Musk hat die Entwicklung eine halbe Milliarde Dollar gekostet. Das neue Konzept von SpaceX ist vor allem die Wiederverwendbarkeit. „Die beiden seitlichen Booster der Falcon Heavy trennten sich hingegen in gut 60 Kilometern Höhe vom Rest der Rakete, drehten sich um 180 Grad, zündeten nochmals ihre Triebwerke und landeten acht Minuten und sechs Sekunden nach dem Start elegant in Cape Canaveral. (…) Lediglich die zentrale Raketenstufe, die für den Einsatz bei der Falcon Heavy technisch leicht umgebaut werden musste, schaffte es am Dienstag nicht, wie geplant auf einer Plattform im Ozean zu landen. Offenbar zündete nur eines von drei benötigten Bremstriebwerken. Die Stufe raste mit fast 500 Kilometern pro Stunde in den Atlantik.“50 SpaceX arbeitet bereits an der nächstgrößeren Rakete mit bis zu 150 Tonnen Nutzlast, die auch für die von Musk beschworenen Marsflüge zum Einsatz kommen soll.50

Der Miese-Macher. Tesla erhöhte den Verlust im 4. Quartal 2017 von 121 Millionen Dollar auf 675 Millionen aus; für das Jahr 2017 ergab sich ein Gesamtverlust von zwei Milliarden Dollar. „So tief in den roten Zahlen war Tesla noch nie. Erheblichen Anteil daran hat das Model 3. Ausgerechnet das Fahrzeug also, das Tesla zu einem profitablen Autohersteller machen soll. Es kostet mit einem Einstiegspreis von 35.000 Dollar weit weniger als die Modelle S und X und gilt darum als massentauglich. Seit Monaten aber schafft es das Unternehmen nicht, das Model 3 in nennenswerter Stückzahl herzustellen. Im vergangenen Quartal konnte Tesla insgesamt nur 1542 Fahrzeuge des Model 3 ausliefern.
Ursprünglich waren wöchentlich 5000 Exemplare produzieren – pro Woche.“51
Tesla verkaufte 2017 über 100 .000 Fahrzeuge, machte fast zwölf Milliarden Dollar Umsatz, das ist eine Steigerung um 55 Prozent. Die Börse reagierte wiederum ruhig: „Weil in den letzten drei Monaten zudem trotz des hohen Verlusts mit 277 Millionen Dollar weit weniger Kapital verbrannt wurde als in den Quartalen zuvor, verfügt das Unternehmen immer noch über Barreserven von 3,4 Milliarden Dollar. Entsprechend harmlos blieb die Reaktion an der Börse auf die Verlustmeldung: Die Tesla-Aktie gab nach Veröffentlichung der Zahlen kaum nach.“51

Fallen die Steuererleichterungen für Tesla weg? Rekord-Verlust 2018, Weggang des Vertriebschefs, Lieferverzögerungen beim Model 3 – und dann noch Probleme mit den staatlichen Subventionen für Elektroautos. „Wer sich derzeit in den USA ein Elektroauto kauft, wird steuerlich bis zu 7500 Dollar entlastet. Das gilt so lange, bis ein Hersteller 200.000 Autos verkauft hat. Tesla sollte dies in diesem Jahr erreichen. Die Frage lautet: Ist der Tesla-Model-3 auch dann noch attraktiv, wenn es keine Steuererleichterung mehr gibt? Andere Hersteller wie Kia oder Hyundai wollen noch in diesem Jahr Elektroautos in der Model-3-Preisklasse auf den Markt bringen, andere wie Volvo und GM Anfang kommenden Jahres.“52

Rückruf von Model S. Beim Modell 3 gibt es nicht nur Lieferverzögerungen, sondern auch schon einen Rückruf von 123.000 Fahrzeugen wegen Rostbildung an den Servolenkungsschrauben. Die Tesla-Aktie verlor 3,5 Prozent. „Die Schrauben stammen vom deutschen Zulieferer Bosch. Demnach habe der Hersteller festgestellt, dass es in Regionen, in denen auf Straßen gegen Schnee und Eis viel Salz gestreut wird, zu starker Korrosion bestimmter Schrauben kommen könne, die zu einer Beeinträchtigung der Servolenkung führe.“53

Arbeitsparadies Tesla? Die Fließbandarbeiter bei Tesla stehen bis zu zwölf Stunden am Band. Aus Angst vor einer Kündigung werden Gesundheitsschäden oft verschwiegen.
„Ein Grund ist: Obwohl die Autoindustrie mit der UAW eine starke Gewerkschaft hat, ist Tesla bisher nicht durch sie organisiert. Der Stundenlohn liegt mit anfangs 19 Dollar weit unter dem Durchschnitt der Autohersteller in den USA. (…) Monotone Fließbandarbeit ist eher die Regel in der Autoindustrie. Nur ist Tesla im 20. Jahrhundert stehen geblieben. ‚In einer heutigen Autofabrik wechseln die Mitarbeiter alle paar Stunden ihren Arbeitsplatz, damit sie nicht zu einseitig belastet werden. Bei Tesla passiert das einfach nicht‘, sagt eine frühere Führungskraft.“54
Ein Artikel in der Zeit berichtet von chaotischen Zuständen: gefährlichen Gegenständen, rasende Gabelstapler, Mitarbeiter, die in ihr Smartphone tippen, fehlende Schutzvorrichtungen… „Wer nicht gut genug zu sein scheint, fliegt. Fluktuation hält alle auf Trab. Es ist eine Kultur, die im Silicon Valley durchaus vertraut ist. Aber kann man damit Autos in Massen fertigen? Als die Mitarbeiter einmal tagelang in 12-Stunden-Schichten antraten, konnten sie sich kaum erholen.“54

Verrückte Tesla-Welt (1). Mit Rekordverlust Erwartungen übertroffen. Im 1. Quartal 2018 meldete Tesla Fortschritte bei der Auslieferung des Model 3 – und einen Rekordverlust von über 709 Millionen Dollar gegenüber 330,3 Millionen Dollar im Jahr 2016. „Der Umsatz wuchs um 26 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Damit übertrafen die Ergebnisse die Prognosen der Analysten. Die Aktie stieg nachbörslich in einer ersten Reaktion um knapp zwei Prozent.“55

Verrückte Tesla-Welt (2): Anfang Mai 2018 war Elon Musk war schlecht gelaunt bei einer Telefonkonferenz mit Analysten. Diese hatten Fragen zum Model 3 und der Zahl der Sonderausstattungs-Besteller und damit zur Gewinnerwartung. Musk: „Diese Fragen sind so trocken. Die machen mich fertig.“56 – „Ein anderer Analyst fragte nach dem Kapitalbedarf, bevor er von Musk unterbrochen wurde. Die Aktie brach daraufhin ein. Der Marktwert von Tesla ging in kurzer Zeit um mehr als zwei Milliarden Dollar zurück.“56

Musk strukturiert um. Bedingt durch die Krise bei Tesla mit dem Rekordverlust von 710 Millionen Dollar im Jahr 2017 kündigte Elon Musk an, den Konzern umzubauen. „Musk hatte kürzlich Fehler bei der Produktion des Model 3 eingestanden. So setzte er bei der Produktion zu stark auf Automatisierung, was zu Verzögerungen führte. Bis Ende Juni will Tesla wöchentlich 5000 Model 3 vom Band laufen lassen. In der zweiten Jahreshälfte sollen damit Gewinne erwirtschaftet werden.“57

Fertigungsstopp bei Model 3? Für Ende Mai 2018 wurden Verbesserungen beim Produktionsprozess des Model 3 im Werk Fremont angekündigt. „Der US-Konzern will die Produktion des wichtigen Fahrzeugmodells bis zur Jahresmitte auf 5000 Stück pro Woche steigern. Ende März rollten etwas mehr als 2000 Fahrzeuge von den Bändern. Mit dem Model 3 will Tesla den Aufstieg von einem Nischenanbieter zu einem Massenhersteller von Elektroautos schaffen.“58

Tesla-Fabrik in China. Der Verkaufsdirektor von Tesla, Robin Ren, kündigte im Juni 2018 Gespräche von Tesla mit den chinesischen Behörden über die schön seit Längerem geplante Fabrik in der Nähe von Shanghai an. „Im vergangenen Jahr wurden in der Volksrepublik 777.000 Elektrofahrzeuge verkauft, so viel wie nirgendwo sonst auf der Welt. Auch Tesla profitiert davon. 15 Prozent der Tesla-Produktion werden bereits in China verkauft, obwohl kräftige Importzölle anfallen. Derzeit beträgt der Aufschlag 25 Prozent, ab dem 1. Juli sind es immerhin noch 15 Prozent. Mit einem eigenen Werk fallen diese Kosten weg.“59

Tesla entlässt neun Prozent der Belegschaft. Nach Musks Ankündigung einer Umstrukturierung von Tesla im Mai 2018 informierte er Mitte Juni 2018, dass Tesla neun Prozent der Belegschaft (rund 4100 Mitarbeiter) entlassen wird – obwohl Tesla seit Anfang 2018 etwa 8000 neue Arbeitsplätze geschaffen und derzeit weltweit 46.000 Beschäftigte hat. „Es sei über die Jahre mit sehr schnellem Wachstum zu Doppelbesetzungen gekommen, schrieb Musk in einer internen Mitteilung an alle Mitarbeiter, die er später bei Twitter veröffentlichte. (…) Investoren erhöhen seit einer Weile den Druck auf Musk und wollten vor Kurzem sogar versuchen, ihn eines seiner Ämter zu entheben, momentan ist er Vorstandschef und Chairman, eine Art Aufsichtsratschef.“60

Neues von SolarCity. Die Entlassungswelle trifft auch die Tesla-Tochter SolarCity; auch hier sollen neun Prozent der Belegschaft gehen. „Von den Sparmaßnahmen ist Insidern zufolge auch die Solartochter betroffen. Dort sollen von etwa 60 Filialen bis zu 14 geschlossen werden, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Tesla-Dokumente und Insider. Tesla hatte vor zwei Jahren die damalige Firma SolarCity für 2,6 Milliarden Dollar übernommen. Das Geschäft war unter Experten umstritten.“61

2003 bis 2018: Tesla wird 15. Ein Spiegel-Artikel würdigt den Werdegang von Tesla anlässlich des 15-jährigen Bestehens. Am Anfang hätten die Autokonzerne nur über Tesla und Elon Musk gelacht. „Doch mit Tesla nahm eine Bewegung Fahrt auf, welche die PS-Branche in ihren Grundfesten erschütterte und den Markt nachhaltig verändert hat – so viel lässt sich bereits sagen.“62 Tesla begann 2008 mit dem auf elektrisch umgebauten Lotus Elise (Tesla Roadster) mit Lithium-Ionen-Batterien. „Die mittlerweile erhältlichen Serienfahrzeuge Model S oder Model X schwimmen so selbstverständlich im Verkehr mit wie eine Mercedes S-Klasse oder ein BMW X5. (…) Statt miefige Autohäuser, bezog Tesla coole Stores in zentraler Lage und verteilt kostenlosen Treibstoff an den Superchargern, den eigenen Ladesäulen – das habe sich vorher noch kein anderer Hersteller getraut. Vielleicht braucht es für solche einschneidenden Veränderungen einen Hauch von Größenwahn, wie ihn Firmenchef Elon Musk zu besitzen scheint.“62 Aber Verzögerungen bei Model S, Model X und Model 3 brachten Tesla in Schwierigkeiten. Die ursprünglich angepeilte Produktionszahl von 5000 Model 3 pro Woche wurde erst Ende Juni 2018 erreicht. „Kein Wunder, dass potenzielle Kunden die Lieferverzögerung ihres Model 3 nicht mehr hinnehmen wollten. Viele der 400.000 registrierten Kunden verlangen angeblich ihre Anzahlung zurück.“62

Tesla teurer in China. Im Gefolge des Handelsstreits von den USA und China erhöhte Tesla Mitte 2018 die Preise für Model X und Model S um über 20.000 Dollar. „Demnach stiegen die Preise je nach Version der Elektroautos über das Wochenende um 150.000 bis 250.000 Yuan (22.600 bis 37.600 Dollar.“63 Damit sind die Teslas 70 Prozent teurer als in den USA.64

Teslas aus Shanghai. Tesla wird die Elektroauto-Fabrik bei Shanghai bauen, teilte die Stadtverwaltung von Shanghai in Anwesenheit von Elin Musk am 10.7.2018 mit. Dort sollen jährlich 500.000 Elektroautos produziert werden. Damit entfallen für die in China produzierten Elektroautos die 25 Prozent Einfuhrzoll. „China ist ein großer und heiß umkämpfter Markt für Elektrofahrzeuge mit vielen einheimischen Herstellern. Dieses Jahr sollen eine Million Autos mit Elektroantrieb verkauft werden, im Jahr 2025 sollen es sieben Millionen sein. Eine Produktion in China würde Tesla konkurrenzfähiger machen; die Firma verkaufte im vergangenen Jahr 15.000 Wagen.“65

Tesla und die Börse. Das Tesla Model 3 war Ende Juni zum ersten Mal beim geplanten Produktionsziel von 5000 Fahrzeugen pro Woche. „Was passierte also mit der Tesla-Aktie? Sie rutschte in den Folgetagen ab. Von Anfang Juli bis heute, also binnen zweier Handelswochen, verzeichnet das Tesla-Papier einen Verlust von mehr als 7 Prozent. Während die Technologiebörse Nasdaq erst in dieser Woche ein Rekordhoch erreichte, baute der einstige Börsenliebling Tesla gegen den Markttrend seine Kursverluste seit Mitte Juni auf 15 Prozent aus – und fiel bis auf 315 US-Dollar zurück. (…) Jetzt meldet sich erstmals ein Tesla-Großaktionär zu Wort. ‚Wir unterstützen ihn sehr, aber wir würden uns jetzt etwas Ruhe und Arbeit wünschen‘, sagte James Anderson in dieser Woche in einem Interview mit der US-Nachrichtenplattform Bloomberg. Anderson ist Partner und Portfoliomanager bei der britischen Investmentgesellschaft Baillie Gifford & Co., die 12,8 Millionen Tesla-Aktien im Wert von vier Milliarden Dollar hält. Baillie Gifford ist damit laut Bloomberg der viertgrößte Aktionär des Unternehmens.“66

Teslas Existenz. Im Juli 2018 erzählte Elon Musk, dass er dreimal die Zukunft von Tesla aufs Spiel gesetzt habe. Das erste Mal bei der Entwicklung des Roadsters, dann bei der Ausweitung des teuren Model S von 600 auf 20.000 Stück pro Jahr und das dritte Mal mit dem Model 3, „das mit Preisen ab 29.000 Euro den Einstieg in die Massenproduktion bringen soll. ‚Im Prinzip glaube ich, dass Model 3 das letzte Mal war, dass das Unternehmen der Einsatz war‘, verspricht Musk. Manch einer allerdings bezweifelt, dass Musk der Richtige ist, um Tesla auf Kurs zu halten. Das Wall Street Journal empfiehlt dem Unternehmen gar, GM-Chefin Mary Barra abzuwerben. ‚Tesla braucht jemanden, der Erfahrung darin hat, einen Industriekonzern durch Krisen zu steuern und auf dramatische Veränderungen vorzubereiten‘, glaubt der Auto-Chefkorrespondent der Zeitung.“67

Keine E-Prämie für Tesla-S-Kunden? 800 Käufer des Tesla-S-Models, die vor dem 6.3.2018 ihren Tesla gekauft haben, müssen in Deutschland die gewährte Elektroauto-Prämie von je 2000 Euro zurückzahlen. Dazu werden noch 250 Anträge abgelehnt. „Hintergrund der zurückgeforderten Prämie ist ein Konflikt zwischen der Behörde und dem US-Autohersteller. Dessen Modell S ist in der üblichen Luxusvariante zu teuer, um die E-Prämie zu gewähren. Das Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle; WZ) sieht vor, den Bonus nur für lieferbare Wagen bis zu einem Netto-Listenpreis von maximal 60.000 Euro zu vergeben. Tesla hatte auch zunächst zugesagt, das Auto ohne ‚Komfort-Paket‘ anzubieten und damit diese Preisgrenze einzuhalten. Tatsächlich traf das aber nicht zu, die Basisversion war laut Bafa nicht am Markt erhältlich. Im vergangenen Herbst hatte das Bundesamt das Modell deshalb von der Liste der förderberechtigten Autos genommen.“68

Tesla verklagt Deutschland. Gegen die obige Bafa-Entscheidung hat Tesla Klage gegen Deutschland Klage vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt eingereicht. „Tesla werde die Unkosten der Kunden zunächst übernehmen und die Prämien erstatten. (…) Tesla wies die Darstellung der Behörde zurück. Das Grundmodel S sei in Deutschland jederzeit für jeden Käufer lieferbar gewesen – und zwar unterhalb der erforderlichen Preisobergrenze, sagte die Sprecherin. Sie warf der deutschen Regierung vor, diese Obergrenze ‚absichtlich‘ so angesetzt zu haben, dass möglichst viele Tesla-Autos von der Umweltprämie ausgeschlossen blieben.“69

Tesla bettelt Lieferanten an. Das Wall Street Journal berichtete, dass Tesla von seinen Zulieferern Geld zurückfordere. Tesla möchte rückwirkende Rabatte als „Investition“, um Tesla profitabel zu gestalten. „Der Zulieferer-Experte Dennis Virag bezeichnete dieses Vorgehen im Wall Street Journal allerdings als ‚einfach aberwitzig‘. Es zeige, ‚dass Tesla verzweifelt ist‘. Es komme zwar vor, von Zulieferern während eines laufenden Vertrags Preisnachlässe zu fordern. Völlig unüblich sei es jedoch, Erstattungen nach Abschluss einer Leistung zu verlangen.“70 Nach dem Bericht des Wall Street Journal fiel die Tesla-Aktie am 23.7.2018 um bis zu vier Prozent. Hohe Verluste und Probleme mit dem Model 3 dürften Tesla zu diesem ungewöhnlichen Schritt bewogen haben.

Hyper-Looping. Die von Elon Musk 2013 gegründete Hyperloop-Gesellschaft soll in der 60.000-Einwohner-Stadt Cupertino in Kalifornien eine erste Strecke bauen, um den Pendlerverkehr zu entlasten. Hier ist der Sitz u. a. von den IT-Konzernen Apple, Seagate, Trend Micro und vieler Start-ups.71
„Der Hyperloop ist ein neuartiger Zug, der mit bis zu 1223 Kilometern pro Stunde fahren soll. Durch Pumpen wird in einem geschlossenen Tunnel ein Vakuum erzeugt. Dadurch sinkt der Luftwiderstand, und der Zug kann mit wenig Energieaufwand sehr schnell Fahrt aufnehmen. Die Kapseln schweben und werden elektromagnetisch angetrieben und abgebremst. (…) Kritiker zweifeln teils an der Machbarkeit der Hyperloops. Um die rund 20 Tonnen schweren Kapseln auf nahezu Schallgeschwindigkeit zu beschleunigen, müssten in der Röhre Druckverhältnisse wie im Weltall herrschen.“71

Tesla zahlt kräftig drauf. Während Ferrari im ersten Halbjahr 2018 einen Betriebsgewinn pro verkauftem Auto von 69.000 Euro machte, sah es bei Tesla anders aus: Tesla machte laut einer Studie des Duisburger Wirtschaftsprofessors Ferdinand Dudenhöffer mit jedem verkauften E-Auto 11.000 Euro Verlust.72

Neue Milliarden für Tesla. Nach dem chinesischen Internet-Konzern Tencent wurde im August 2018 bekannt, dass Saudi-Arabiens Staatsfonds PIF zwischen drei bis fünf Prozent an Tesla halte, wie die Financial Times berichtete. „Weder der Autobauer noch der Staatsfonds äußerten sich bislang zu dem Bericht. (…) Kurz nach Bekanntwerden des saudischen Investments sorgte ein Tweet für Aufregung, der über den offiziellen Twitter-Account von Elon Musk abgesetzt wurde. Er erwäge, schreibt der Firmenchef, Tesla von der Börse zu nehmen – zu einem Preis von 420 Dollar pro Aktie. Die Finanzierung sei gesichert, schrieb Musk weiter. Das wäre ein Aufschlag von 22,8 Prozent zum Schlusskurs der Aktie am Montag von knapp 342 Dollar. Am Dienstag stieg der Kurs nach den neuen Entwicklungen zeitweise um mehr als acht Prozent und pendelte sich dann bei rund 363 Dollar ein, knapp sechs Prozent im Plus.“73

Musk kann auch twittern. „Was Donald Trump kann, kann Elon Musk schon lange. Mit einem einzigen, ebenso kurzen wie kryptischen Tweet schockierte der Tech-Milliardär die Wall Street – so wie der US-Präsident mit seinen Tweets gerne die Politik aufmischt. ‚Erwäge Tesla für 420 Dollar zu privatisieren‘, schrieb der Vorstandschef des US-Elektroautoherstellers am Dienstag an seine 22,3 Millionen Twitter-Follower. ‚Finanzierung gesichert.‘ Daraufhin folgte eine halbe Stunde lang nichts mehr.“74
Marc Pitzke stellte im Spiegel drei Fragen: „Erstens: Geht das? Musk kann Tesla nicht einfach so ‚privatisieren‘, also auf eigene Faust von der Börse nehmen, er bräuchte die Zustimmung der Aktionäre – darunter zwei Investmentfirmen und neuerdings der saudi-arabische Staatsfonds.
Zweitens: Ist so ein Tweet legal? ‚Wenn seine Äußerungen den Zweck hatten, den Aktienkurs zu bewegen, könnten sie Manipulation sein oder sogar Börsenbetrug‘, warnte Harvey Pitt, der Ex-Chef der Börsenaufsicht SEC, im Wirtschaftssender CNBC.
Drittens: Was bezweckt Musk? ‚Musk will keinen Aktienkonzern führen‘, vermutete der Tech-Analyst Gene Munster. ‚Er hat eine langfristige Mission für Tesla, was es erschwert, die Quartalserwartungen der Investoren zu erfüllen.‘ (…)
Musks Argumente sind aus seiner Sicht schlüssig. Mit einem Marktwert von fast 64 Milliarden Dollar ist Tesla wertvoller als alle anderen US-Autokonzerne – GM kommt auf 54 Milliarden, Ford auf 40 Milliarden und Fiat Chrysler auf 26 Milliarden Dollar.“74

Auch Kai Lange stellte in manager-magazin.de Fragen, u. a.: „Kann Musk Tesla überhaupt im Alleingang von der Börse nehmen? – Nein. Musk als größtem Einzelaktionär gehören rund 20 Prozent von Tesla. Er braucht für ein Delisting die Zustimmung der Mehrheit der Aktionäre. Rund 63 Prozent der Aktien werden von institutionellen Investoren gehalten, darunter die Investmentfonds Fidelity, Baillie Gifford, T. Rowe Price Associates und neuerdings wohl auch der saudische Staatsfonds PIF. Der Rest der Tesla-Aktien ist in Besitz privater Aktionäre. Vor einer Entscheidung über eine Privatisierung muss zudem das Tesla-Board (dem Verwaltungsrat gehören außer dem für seine einsamen Entscheidungen bekannten Musk noch sieben weitere Personen an) ein unabhängiges Komitee einsetzen, das ein solches Vorhaben gründlich prüft und entscheidet, ob der von Musk aufgerufene Preis von 420 Dollar je Aktie korrekt ermittelt und im Interesse des Unternehmens ist. Erst dann könnte über ein Buy-out des aktuell rund 65 Milliarden Dollar schweren Unternehmens entschieden werden – es wäre die größte Privatisierung der Börsengeschichte.“75
Und zu Musks Behauptung der gesicherten Finanzierung: Woher soll Musk bei einem angedeuteten Kurs von 420 Dollar pro Aktie die nötigen 82 Milliarden Dollar herbekommen? Bei Abzug seiner eigenen 20 Prozent müsste er immer noch 60 Milliarden aufbringen. „Liefert Musk keinen Nachweis über die Finanzierung, läuft er Gefahr, wegen Kursmanipulation verklagt zu werden und Ärger mit der US-Börsenaufsicht SEC zu bekommen. In seinem Tweet hat Musk einen konkreten Kaufpreis von 420 Dollar je Aktie genannt und damit den Kurs von Tesla an der Nasdaq binnen weniger Stunden um 11 Prozent in die Höhe schießen lassen. Short-Seller, die auf sinkende Kurse bei dem hoch verschuldeten Elektroautobauer wetten, verloren am Dienstagabend mehrere Milliarden Dollar. Diese Investoren dürften klagen, sollte Musk nicht schleunigst Belege für seinen stark kursbewegenden Tweet liefern.“75 Und laut Analyst Frank Schwope von der Nord LB ist die Tesla-Aktie nicht 420 Dollar wert, sondern nur etwa die Hälfte.76
Aus einem Kommentar von Caspar Busse in der SZ: „Die Frage ist, wer künftig den Aufstieg Teslas finanzieren soll, wenn die Firma nicht mehr an der Börse ist. Denn bislang haben die Aktionäre immer neues Geld bereitgestellt. Die Wahrheit ist nämlich: Tesla verdient kein Geld, sondern macht bislang nur Verluste.“77

Tesla-Aktie ausgesetzt. „Die Aktie wurde bei einem Kurs von 367 Dollar ausgesetzt, also deutlich unter dem angeblichen Rückkaufpreis von 420 Dollar. Tesla ist nach dem Kursanstieg etwa 60 Milliarden Dollar an der Börse wert, das ist ungefähr so viel wie der deutlich größere Konkurrent BMW aus München. (…) Dabei machte Tesla zuletzt hohe Verluste, allein im zweiten Quartal von 718 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg um 40 Prozent auf vier Milliarden Dollar.“78 Die US-Börsenaufsicht SEC ermittelte und prüfte Musks Absicht umgehend. Tesla hätte vorher die Investoren informieren müssen, dass ein börsenrelevanter Tweet von Musk zu erwarten ist.79

Zwei Investoren-Klagen gegen Tesla. Die Ankündigung von Elon Musk, Tesla von der Börse zu nehmen, führte zu zwei Klagen am 10.8.2018 bei einem Bundesgericht in San Francisco. Der ersten Klage zufolge sollten Leerverkäufer von Tesla-Aktionen dezimiert werden; in der zweiten Klage wurde Musk und Tesla vorgeworfen, den Kurs künstlich hochzutreiben.80
Claas Tatje berichtete in der Zeit von inzwischen drei Sammelklagen bei US-Gerichte gegen Tesla – und dass der Aktienkurs von Tesla Stunden nach dem Tweet von Musk um über 45 auf fast 390 Dollar angestiegen sei.81
Ein amerikanischer Leerverkäufer hätte mit 3000 Aktien auf den Tesla-Absturz gewettet und danach über seine Anwälte eine Sammelklage initiiert. Außerdem könnte es noch einen Grund für den Tweet geben: Für Tesla wird im März 2019 eine 920-Millionen-Dollar-Anleihe fällig. Wenn der Aktienkurs unter 360 Dollar liegt, dann muss Tesla die Geldgeber auszahlen. Liegt er darüber. kann Tesla entsprechend Aktien ausgeben.81

Musk muss vor die Börsenaufsicht. DIE SEC will Informationen zu einem möglichen Börsenrückzug von Tesla. Nach der Ankündigung von Musk, die Aktie für 420 Dollar aufzukaufen, stieg der Kurs um bis zu elf Prozent: Das könnte die SEC schon als Manipulation werten.82Musk erwähnte in diesem Zusammenhang gesundheitliche Probleme. Der Verwaltungsrat sucht angeblich einen Stellvertreter für Musk zur Entlastung.83

Saudischer Staatsfonds zur Konkurrenz? Tesla erwähnte bei der Andeutung des Börsenrückzugs den saudi-arabischen Staatsfonds als möglichen Geldgeber. Dieser soll sich aber nun am US-Hersteller Lucid Motors beteiligen. Eventuell investiert der Staatsfonds eine Milliarde Dollar und übernimmt die Mehrheit.84

Tesla-Börsenrückzug aufgegeben. Elon Musk hat drei Wochen nach seinem Tweet am 7.8.2018 erklärt, dass er Teslas Rückzug von der Börse aufgegeben hat.85

2019

Tesla produziert in China. Anfang Januar 2019 war Baubeginn für eine neue Tesla-Fabrik in Shanghai, wo die Modelle 3 und Y gebaut werden sollen. Elon Musk war persönlich anwesend. Die Baukosten gibt Tesla mit zwei Milliarden Dollar an, die Finanznachrichtenagentur Bloomberg mit fünf Milliarden Dollar. Bereits in diesem Jahr soll mit der Produktion begonnen werden; Produktionsziel sind 500.000 Elektroautos pro Jahr. Durch die Produktion in China macht sich Tesla unabhängig von Handelsstreit zwischen den USA und China.86

Tesla Model Y. Das Model Y ist ein Mini-SUV mit Allradantrieb, ein Crossover auf der Basis des Tesla Model 3. Die Reichweite soll bei 400 km liegen, der Preis zwischen 35.000 und 40.000 Dollar.87

Musk baut ab (1): SpaceX entlässt 10 Prozent. Die Raketenfirma SpaceX bietet ab 2023 Flüge zum Mond an, später geplant sind Flüge zum Mars. SpaceX arbeitet mit der Nasa und dem US-Militär zusammen und hat derzeit 6000 Beschäftigte und will zehn Prozent der Belegschaft entlassen. Weiter im Geschäft ist die Raketenfirma Blue Origin vom (vor seiner Scheidung) reichsten Mann der Welt, Jeff Bezos und Virgin Galactic von Milliardär Richard Branson.88

Musk baut ab (2): Tesla entlässt sieben Prozent. Nach Elon Musks Unternehmen SpaceX kommt nun auch bei Tesla eine Entlassungswelle. Im Oktober 2018 hatte Musk noch 45.000 Tesla-Beschäftigte angegeben; sieben Prozent Entlassungen wären 3150 Stellen. Musk schrieb: „Der Weg vor uns ist sehr schwierig. (…) Tesla wird diese Einschnitte machen müssen, während gleichzeitig die Model-3-Produktion hochgefahren wird und wir in der Herstellung in den nächsten Monaten noch vieles verbessern müssen.“89 Eine Begründung von Musk: Das als Massenprodukt geplante Tesla Model 3 soll billiger werden. Der Grundpreis liegt bei 35.000 Dollar – in den USA beginnt die Preisgestaltung erst bei 44.000 Dollar.90

Buchhalter gehen. Der Tesla-Chefbuchhalter Eric Branderiz hat am 7.3.2018 Tesla „aus persönlichen Gründen“ verlassen. Auch sein Nachfolger ist schon wieder weg: „Für weiteren Aufruhr bei dem Elektroauto-Pionier sorgt der Rücktritt von Chefbuchhalter Dave Morton. Er verlässt das Unternehmen nach nur einem Monat im Amt mit sofortiger Wirkung, teilte Tesla mit. Die Aktie des Unternehmens verlor im frühen Handel an der Wall Street fast zehn Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang April.“91 Dazu kündigte Personalchefin Gaby Toledano.92

Tesla hofiert Hacker. In Las Vegas fand im August die Sicherheitskonferenz Defcon statt. Elon Musk ermunterte Hacker, Sicherheitslücken bei Tesla zu finden und will Prämien ausschreiben. Musk will die Sicherheits-Software von Tesla als Open-Source-Software zur Verfügung stellen.93

US-Justizministerium ermittelt gegen Tesla. Wegen der Ankündigung von Musk, Tesla von der Börse zu nehmen, ermittelt die US-Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdacht. Tesla verwies auf seine Kooperation mit den Behörden.94

Tesla-Aktie bricht um zwölf Prozent ein. Die US-Börsenaufsicht SEC hat ein Gericht aufgefordert, Elon Musk als CEO von Tesla abzuberufen, da er mit seinem Tweet vom 7.8.2018 bezüglich der Rücknahme von Tesla von der Börse falsche Angaben gemacht zu haben. Daraufhin brach die Tesla-Aktie nachbörslich um zwölf Prozent ein.95 Sie notierte dann bei 272 Dollar.96 Die Anwälte von Musk hatten wohl einen Vergleich ausgeschlagen – dann veröffentlichte die SEC ihre Klage.97

Musk räumt einen Vorsitz. Die US-Börsenaufsicht SEC hat Musk gezwungen, den Vorsitz im Verwaltungsrat für mindestens drei Jahre abzugeben. Ein unabhängiger Vorsitzender wird Musk ersetzen, und in den Verwaltungsrat werden zwei neue Mitglieder einziehen. Er und Tesla müssen auch jeweils  20 Millionen Dollar zahlen, die durch den Tweet vom 7.8.2018 geschädigt wurden.98Musk bleibt aber CEO.99Musk setzte nach dem Vergleich mit der SEC einen Tweet ab, in dem er die SEC als „Shortseller Enrichment Comission“ bezeichnete.100

Tesla baut in China. Tesla hat 84 Hektar in Shanghai gekauft, um eine Fabrik für Elektroautos zu bauen. Durch den Wegfall des Joint-Venture-Zwangs kann Tesla die Firma zu 100 Prozent besitzen. Außerdem spart sich Tesla  die hohen chinesischen Einfuhrzölle von 15 Prozent, die durch den Handelsstreit mit den USA auf 40 Prozent gestiegen sind.101

Tesla scheitert vor Gericht. Das Verwaltungsgericht Frankfurt hat einen Eilantrag von Tesla zurückgewiesen. Vom 30.11.2017 bis 5.3.2018 war das Tesla Model S von der Förderung für Elektroautos ausgeschlossen worden, da kein Model S unter der Kaufpreisgrenze von 60.000 Euro erhältlich war. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) informierte Mitte Juli 2018, dass es um 800 Anträge geht. Inzwischen ist das Model S wieder auf der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge: Es gibt 4000 Euro Elektroprämie.102

Drittes Quartal 2018 mit Gewinn. Tesla verbuchte 311,5 Millionen Dollar Gewinn im 3. Quartal 2018. Der Umsatz stieg – bedingt durch das Modell 3 mit wöchentlichen Produktionszahlen von 5300 – auf 6,8 Mrd. Dollar.103 Das Model 3 wurde in den USA zum meistverkauften Pkw-Modell (hierzu zählen natürlich die weitaus beliebteren Pick-ups und SUVs nicht).104

FBI ermittelt. Neuer Ärger für Tesla: Das FBI ermittelt gegen Tesla, ob falsche Angaben zum Model 3 gemacht wurden. Die Staatsanwaltschaft in San Francisco hat ihre strafrechtlichen Untersuchungen intensiviert.105

Neue Verwaltungsratspräsidentin. Robyn Denholm war bisher Finanzvorstand beim australischen Telekomkonzern Telstra und wird nach Ablauf der Kündigungszeit im Juni 2019 Chefin des Verwaltungsrates von Tesla. Elon Musk musste nach einem Rechtsstreit mit der SEC diesen Posten für drei Jahre räumen.106 Kommentar in der SZ: „Musk-Sitting ist ein Vollzeit-Job.“107

Saudischer Staatsfonds sichert sich ab. Die Financial Times berichtete im September 2018, dass sich der saudiarabische Staatsfonds Public Investment Fonds (PIF) am 17.1.2018 bei einer Bank gegen einen Kursrückgang von Tesla abgesichert habe. Der Anteil von PIF ist unklar: Großinvestoren bei Tesla sind u. a. Elon Musk selbst (rund 20 Prozent), T. Rowe Price Group, Baillie Gifford und Fidelity.108

Tesla-Finanzchef geht. Elon Musk verkündete Ende Januar 2019, dass Tesla-Finanzvorstand Deepak Ahuja Tesla verlässt. Der Aktienkurs von Tesla, der gerade noch vier Prozent gewonnen hatte, ging nach dieser Mitteilung um fünf Prozent zurück.109

Tesla schickt drei Frachter voll Teslas nach China. Am 1.3.2019 wird die Frist im Handelsstreit zwischen den USA und China abgelaufen: Dann steigen die Zölle auf chinesische Importgüter auf 25 Prozent. Nun hat Tesla mindestens drei Riesenfrachter mit dem Model 3 von San Francisco nach China, die bis Ende Februar dort ankommen werden. Ende 2019 soll die Produktion in Teslas neuem Werk in Shanghai beginnen.110

Teslas nur noch im Internet. Elon Musk teilte am 1. März 2019 mit, dass Tesla Läden schließen und Mitarbeiter entlassen wird, um Kosten zu senken. Alle Verkaufsaktivitäten werden komplett ins Internet verlegt. „In den USA könne man einen Tesla binnen einer Minute auf dem Smartphone kaufen, weltweit soll das bald auch so werden.“111 Damit sollen Kosten gespart werden. Es entfallen auch Probefahrten; gleichzeitig wird es einfacher, die bis zu 1600 Kilometer gefahrenen neuen Teslas zurückzugeben. Das billigste Model 3 mit einer kleineren Batterie soll nun für 35.000 Dollar (30.780 Euro) vor Steuern verkauft werden. „Tesla startete die Auslieferung des Model 3 im Jahr 2017 zunächst mit einer hochgerüsteten teureren Version, deren Preis rund 70.000 Dollar erreichen konnte.“111 – Tesla hatte Ende 2018 Reserven von 3,7 Mrd. $ und Schulden von fünf Mrd. $. Weltweit gab es 378 Niederlassungen; in Deutschland waren es zwölf Tesla-Händler mit sieben Service-Stationen. Der „Auto-Online-Shop ist vor allem ein Mittel, um die Preissenkungen von durchschnittlich sechs Prozent zu finanzieren, die wiederum den Absatz steigern sollen.“112
Nachtrag: Tesla revidiert teilweise. Tesla kündigt an, bei besser ausgestatteten Modellen die Preise zu erhöhen und nur die Hälfte der Läden zu schließen. (Bislang soll jeder zehnte Tesla-Laden bereits geschlossen sein.) Auch Testfahrten sollen weiter möglich sein. Autos sollen aber nur noch online verkauft werden. Tesla hat in Deutschland derzeit zwölf Läden und sieben Servicecenter.113

Musk kündigt Model Y an. Elon Musk kündigte per Twitter Anfang März eine Präsentation des neuen kleinen Tesla-SUV Model Y für den 14.3.2019 an. Er basiert auf der Basis des Model 3 und übernimmt von ihm auch 75 Prozent der Komponenten. Der Preis für das Basismodell soll bei etwa 35.000 Dollar (30.800 Euro) liegen. „In der Shanghai Gigafactory in Ostchina sollen das Model 3 und das Model Y mit einer Jahreskapazität von 250.000 Fahrzeigen gebaut werden.“114 Das nächste Tesla-Modell soll ein in den USA so beliebter Pick-up-Truck werden.

Neue Milliarden für Tesla. Anfang Mai 2019 kündigte Tesla an, bis zu 2,7 Milliarden Euro von Anlegern einzusammeln. Es ist erstaunlich, dass sich immer noch jemand findet, der Tesla-Anleihen zeichnet: wo der Konzern nur äußerst selten mal in einem Quartal einen Gewinn ausweisen konnte. Der Analyst Frank Schwope von der Nord/LB äußerte zur Anleihepolitik von Elon Musk: „Seine Masche ist relativ einfach. Musk verspricht eine glänzende Zukunft und kaschiert damit, dass er die Gegenwart nicht im Griff hat.“115 Teslas Geschäftsmodell ist fragwürdig. 2018 verdoppelte sich – auch bedingt durch Model 3 – der Umsatz auf über 17 Milliarden Dollar – bei einem Verlust von über eine Milliarde Dollar. Tesla macht derzeit pro Tag 6,6 Millionen Euro Verlust.115

Dragon 2 fliegt zur ISS. Anfang März flog die Kapsel Dragon 2 von SpaceX mit Fracht zur Internationalen Raumstation ISS und landete nach einer Woche im Atlantik.116

Tesla verdient Milliarden mit der fossilen Konkurrenz. Seit 2010 hat Tesla knapp zwei Milliarden Dollar Umsatz mit dem Verkauf von Emissionszertifuikaten an General Motors (GM) und Fiat Chrysler gemacht. Das wurde 2019 durch Dokumente des US-Bundesstaates Delaware bekannt. Zum ersten Mal, so der Finanzdienst Bloomberg, wurde damit zugegeben, dass Autokonzerne mit Tesla ihre eigenen Abgase gegen Geld kompensieren: Die Abgase dicker SUVs und schwerer Boliden gegen Emissionszertifikate von Tesla: der reinste Ablasshandel.
„Vermutet wurden diese Geschäfte seit Langem. Erst im April berichtete die Financial Times von einem Kooperationsabkommen zwischen Fiat Chrysler und Tesla in Europa. Das Abkommen erlaubt es beiden Unternehmen, in der Bewertung der CO2-Emissionen wie ein einziger Konzern aufzutreten. Fiat Chrysler kann sich damit die schlechten Abgaswerte der eigenen Fahrzeugflotte schönrechnen. Und Tesla ließ sich den Deal mit Hunderten Millionen Euro gut bezahlen.“117 Das Emissionszertifikate-Modell soll auch in Europa ausgeweitet werden, wie Tesla-Finanzvorstand Zachary Kirkhorn äußerte: Zertifikatsverkäufe stellten künftig „einen bedeutenderen Teil des Tesla Geschäftes“ dar.117
Der Fiat Chrysler-Konzern umfasst neben Fiat und Chrysler Marken wie Alfa Romeo, Ram und Jeep: Er hat aber kein gängiges E-Auto. In Europa werden ab 2020 pro Gramm CO2 über der Flottenvorgabe 95 Euro Strafe fällig. Da Fiat Chrysler mehr als eine Million Fahrzeuge jährlich in der EU verkaufen, könnte die Strafzahlung bei über eine Milliarde Euro liegen. Da die EU den Konzernen die Möglichkeit einräumt, sich zu einem „Pool“ zu vereinen, könnten bis zu 80.000 Teslas gutgeschrieben werden.118

Schlechte Verkaufszahlen: Aktienkurs rutscht ab. Im 1. Quartal 2019 hat Tesla nur 63.000 Autos ausgeliefert – 31 Prozent weniger als im 4. Quartal 2018. Der Aktienkurs rutschte zeitweilig um acht Prozent ab. Vom Model 3 wurden 50.900 Exemplare ausgeliefert. Für das 1. Quartal kündigte Musk bereits die roten Zahlen an.119 Tesla möchte dennoch das Jahresziel von 360.000 bis 400.000 ausgelieferten Autos schaffen. Allerdings war Tesla bislang ohne große Konkurrenz: Nun drängen die drei deutschen Konzerne auf den Elektroauto-Markt.120 – Im Februar 2019 wurden in Deutschland 2367 Teslas neu zugelassen: Das entspricht einem Marktanteil von 0,7 Prozent aller neu zugelassener Pkws.121

Falcon Heavy fliegt. Die stärkste Rakete der Welt ist die „Falcon Heavy“ von SpaceX mit 70 Meter Länge. Sie brachte am 11.4.2019 einen arabischen Telekommunikationssatelliten in den Weltraum. Zwei der drei wiederverwertbaren Booster landeten auf der Erde, der dritte auf einem Drohnenroboterschiff vor Florida.122 Wegen des starken Seegangs ging der Center Core Booster bei der Rückfahrt nach Port Canaveral über Bord.123

Weltraumrennen der Milliardäre. Nicht nur Elon Musk mit seiner Raketenfirma SpaceX betreibt Weltraumpläne. Jeff Bezos (Amazon) investiert in Blue Origin. Richard Branson will mit Virgin Galactic Weltraum-Tourismus verkaufen.124

SpaceX: Explosion. Auf dem Teststand von SpaceX gab es bei einem Triebwerkstest eine Explosion, welche die Kapsel zur ISS zerstörte. Deren erster bemannter Flug war im Juli 2019 geplant.125

Robo-Taxis von Tesla? Elon Musk verkündete Ende April 2019 vollmundig, dass ab 2020 jeder jetzt produzierte Tesla  als vollautomatisiertes Robotertaxi verwendet werden könnte – im Level 4/5. (Ein Ziel dieser Ankündigung dürfte als Ablenkungsmanöver vom schlechten 1. Quartal mit einem Minus von 700 Millionen Dollar dienen.) Bereits ausgelieferte Tesla-Modelle lassen sich nachrüsten. 500.000 bereits ausgelieferte Teslas lieferten Daten für Teslas „neuronale Netzwerke“.126Musk verwies auf einen angeblichen Markt von fünf Billionen Euro pro Jahr. Tesla stützt sich beim autonomen Fahren nicht auf Lidar-Scanner, sondern auf billigere Kameras, Radar und Ultraschall-Sensoren. „Das überstürzt eingeführte autonome Fahren ist seine bisher riskanteste Wette, bei der die Zukunft der Firma auf dem Spiel steht.“127
Die Musk-Milchbubenrechnung: Mit einem Tesla, der als autonomes Taxi eingesetzt würde, könnte der Eigentümer, der die Investitionskosten vorschießt, 70 bis 75 Prozent der Robo-Taxi-Einnahmen behalten und so durchschnittlich 27.000 Euro einnehmen.127
Da fragt man sich natürlich, warum Tesla dieses anscheinend so lukrative Geschäft nicht selbst übernimmt.

Elektrische Boliden. In der SZ kommentierte Christian Endt den Tesla-Auftritt: „Die Kalifornier haben dafür gesorgt, dass es wieder als avantgardistisch gilt, mit großen, schweren und schnellen Autos durch die Innenstadt zu fahren. (…) Der Erfolg von Tesla suggeriert, man müsse nur die Antriebstechnologie tauschen, dann wäre wieder alles gut.“121

720 Millionen Dollar Verlust. Soviel Minus machte Tesla im 1. Quartal 2019. Elon Musk verwies in einem Brief an die Tesla-Aktionäre auf 2,2 Milliarden Dollar Reserven und äußerte, Tesla habe sich eine Kapitalerhöhung verdient.128 Anfang Mai 2019 wurde klar, dass Tesla zwei Milliarden Dollar organisieren will: ein kleinerer Teil durch Ausgabe neuer  Aktien, der größere durch Verkauf von Anleihen.129

Tesla in Norwegen. Laut Bloomberg hat Tesla im Jahr 2019 bis jetzt mit 40.000 Fahrzeugen 25 Prozent Anteil an den Neuzulassungen. Der Erfolg könnte hier auch ein Desaster werden. „Es gebe keinen Autohersteller, bei dem es pro verkauftem Wagen zu mehr Beschwerden komme, als bei dem amerikanischen Unternehmen – unter anderem bemängelten Kunden Beulen in der Karosserie und Fehler bei der Lackierung. Verbraucherschützer befürchten außerdem wegen der großen Nachfrage des Model 3 einen weiteren Anstieg der Beschwerden.“130

Tesla-Aktie unter 200 Dollar. Am 30.5.2019 fiel der Kurs der Tesla-Aktie auf 197 Dollar. „Seit seinem Rekordhoch im September 2018 verlor das Papier damit 50 Prozent seines Wertes.“130

SpaceX will globales Hochgeschwindigkeits-Internet. Am 16.5.2019 startete SpaceX eine Falcon 9-Rakete mit den ersten 60 Satelliten in eine  Erdumlaufbahn. Tausende weitere Satelliten sollen folgen. SpaceX hat als Ziel ein weltweites Hochgeschwindigkeits-Internet. Amazon und Facebook arbeiten ebenfalls daran.131
Im Rahmen des Projekts Starlink will SpaceX 12.000 Internet-Satelliten in 450 Kilometer Höhe aussetzen, die dann mit eigenem Antrieb auf 550 Kilometer Höhe steigen. Jeder Satellit wiegt 227 Kilogramm: 60 von ihnen also 13.620 Kilogramm. „Derzeit ist Starlink nur für den Betrieb in den USA zugelassen. Musk erhofft sich durch das Projekt Einnahmen von rund drei Milliarden Dollar pro Jahr. Das Geld will er eigenen Angaben zufolge unter anderem für seine Pläne zur Besiedlung des Mars nutzen.“132. Weitere globale Internet-Unternehmen mit Satelliten im All sind OneWeb (mit 600 Satelliten) von Arianespace und LeoSat Enterprise und Telesat Kanada.

Der Himmel gehört allen, aber vor allem der Industrie. Die Astronomen befürchten Schlimmes von Starlink, nämlich eine erschwerte Himmelsbeobachtung durch die neuen künstlichen Himmelskörper. „Die ersten der Starlink-Satelliten in ihrem 440-Kilometer-Orbit waren in den vergangenen Tagen teils auch mit bloßem Auge so hell am Nachthimmel über verschiedenen Orten der Erde zu sehen. Wie sehr Beobachtungen gestört werden können, zeigt ein Bild der US-Astronomiestudentin Victoria Girgis aus Flagstaff im Bundesstaat Arizona. Auf dem Foto, das mit einer Belichtungszeit von 25 Sekunden aufgenommen wurde, schmieren die Satelliten dicke, helle Streifen über den Himmel.“133
SpaceX-Eigentümer Elon Musk wiegelte umgehend ab: Die Satelliten seien nur kurz nach Einbruch der Dämmerung und kurz vor Sonnenaufgang zu sehen, also in Zeiten, die für Himmelsbeobachtungen wenig geeignet wären. Dagegen äußerte Cees Bassa vom niederländischen Radioastronomie-Institut Astron: „Der Nachthimmel wird anders aussehen.“133 – „Beeinträchtigungen bringen die Internet-Satelliten auch für die Radioastronomie, weil sie ständig aus dem Orbit funken. Dazu kommt das Risiko von Zusammenstößen, wodurch gefährliche Mengen von Weltraummüll entstehen, womöglich gar in einem Schneeballeffekt. Neben Elon Musk und SpaceX haben auch andere Unternehmen wie OneWeb oder Amazon den Aufbau eigener Mega-Konstellationen in Vorbereitung.“133 – Die ersten 1600 Starlink-Satelliten sollen in 550 Kilometer Höhe bleiben, 2800 auf 1200 Kilometer und 7500 in 340 Kilometer Höhe. Probleme werden sie dem Weltraumteleskop Hubble, und Teleskopen, die  etwa Gas im Universum beobachten, um dessen Entstehung zu verstehen: Hier erschweren auch die Funkfrequenzen der Starlink-Satelliten die Arbeit der Radioastronomie.134.

Von Audi zu Tesla und wieder weg. Peter Hochholdinger war 22 Jahre bei Audi in leitender Position tätig, bis er 2016 zu Tesla wechselte. Nun verlässt er Tesla aus unklaren Gründen135: Er wechselt zum Elektroauto-Start-up Lucid Motors. Gleichzeitig verlassen Tesla Steve MacManus (Leiter Interior and Exterior Engineering) und Jan Oehmicke (Ex-BMW, Teslas Europa-Chef).136

Tesla: rauf und runter. Im 1. Quartal 2019 waren Tesla Auslieferungen um 31 Prozent gesunken, der Börsenkurs fiel. Im 2. Quartal 2019 wurden 95.200 Pkw ausgeliefert, davon 77.550 Model 3 und zusammen 17.650 Model X und Model S.

Elon Musk geht es zu langsam. Der Tesla-Chef beschwerte sich im Juli telefonisch bei den Bürgermeistern von Berlin und Hamburg, weil die Zulassung neuer Teslas zu lange dauere (Hamburg im Schnitt 5,9 Tage, Berlin bis zu 15 Tage). „Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron soll schon einen derartigen Anruf des Tesla-Chefs erhalten haben.“137

Tesla wie gewohnt in den Miesen. Im 1. Quartal 2019 hatte Tesla einen Verlust von 718 Millionen Dollar, im 2. Quartal von 408 Millionen Dollar. Daraufhin ging die Tesla-Aktie um mehr als zehn Punkte in den Keller. Elon Musk warnte die Anleger vor den Quartalen 1 und 2 im Jahr 2020: Diese würden „hart“ werden, der Rest des Jahres 2020 werde dann aber „unglaublich“.138

Technik-Chef geht. JB Straubel war seit 2005 bei Tesla, zuletzt als Technik-Chef. Nun nimmt er noch eine Beraterfunktion ein. 138

Manipuliert Tesla Akkus? Ein Tesla-Fahrer verklagte Tesla vor dem Bundesgericht in Nordkalifornien, da der Konzern die Kapazität der Akkus mit Softwareupdates einschränken würde. Sein 2014 produziertes Tesla Model S 85 hätte eine um acht Prozent verringerte Batteriekapazität. Tesla argumentiert mit einer normalen altersbedingten Abnutzung. „Allerdings häuften sich seit Mai dieses Jahres die Beschwerden zahlreicher Teslafahrer über einen plötzlichen Reichweitenverlust der Elektroautos. Der vermeintliche Grund: Nachdem ein Model S in Hongkong in Brand geraten war, führte Tesla ein Software-Update für das Lade- und Wärmemanagement von Fahrzeugen des Typs S und X durch. Ziel sei laut Tesla ‚den Akku weiter zu schützen und seine Lebensdauer zu verbessern‘. Dies führe nur bei ‚einem kleinen Prozentsatz der Besitzer‘ zu einem Reichweitenverlust.139 Tesla behauptete, dass es von 2012 bis 2018 nur einen Fahrzeugbrand pro 250 Millionen gefahrener Kilometer gegeben hätte. Für den Kläger David Rasmussen ist dagegen klar, dass Tesla mit dem Update den Defekt und die Brandgefahr der Akkus verschleiern und  sich einen teuren Austausch sparen wolle. In der Klageschrift steht: „Unter dem Deckmantel der Sicherheit und der Erhöhung der Langlebigkeit der Batterien hat Tesla seine Software in betrügerischer Absicht manipuliert … So wollte Tesla der Verpflichtung entgehen, die Batterien, von denen Tesla wusste, dass sie defekt sind, zu reparieren, oder zu ersetzen.“139

Elon Musk hat diverse Probleme. Tesla  entlässt Mitarbeiter, hat bei Produktion und Auslieferung Probleme und muss Teslas „Autopiloten“ den Behörden erklären. Der nach Eigenauskunft führende deutsche Elektro-Autovermieter Nextmove hat 100 Model 3  bestellt, bekam aber nur 15 – und mit zahlreichen Mängeln. Tesla stornierte nach den Mängelbeschwerden die restlichen 85 Model 3.140 Außerdem ging das Solar- und Dachziegel-Geschäft zurück. Es betrug einmal 200 MW, nun wurden es im 2. Quartal 2019 Anlagen mit insgesamt 29 Megawatt verkauft.140 – Der Geschäftsführer von Nextmove, Stefan Moeller, berichtete, dass nur ein Viertel der Fahrzeuge fehlerfrei waren. Einige Teslas waren nicht einmal fahrtüchtig. Die Reparatursituation ist dabei für Kunden schwierig, weil Aufbereiter in den wenigen Service-Centern entlassen worden waren. Davon gibt es derzeit in Deutschland sieben: acht weitere sind geplant. Ein Kunde versucht seit April, sein Model S reparieren zu lassen – ohne Erfolg. Eine Hotline zu den Service-Centern wurde abgeschafft: Diese sind nur über eine App erreichbar.141

Teslas Solar City: Dächer brennen. Tesla hatte 2016 Solar City gekauft: Die Firma stellt Solarpanels zur Stromerzeugung her. Der US-Einzelhandelskonzern Walmart hat auf mehr als 240 Dächern seiner Filialen Kollektoren von Solar City montieren lassen, um bis 2020 auf einen Anteil von 35 Prozent regenerativer Energie zu kommen. Nachdem sieben Dächer brannten, wurden im November 2018 alle Tesla-Anlagen abgeschaltet. Inspektoren entdeckten mangelhafte Verbindungen, lose Kabel und anderen Pfusch. Nun verklagte Walmart Tesla auf Entfernung der Anlagen und 8,2 Millionen Dollar Strafe.142 – Kurz darauf lenkte Walmart ein: Die stillgelegten Solar City-Anlagen können wieder in Betrieb genommen werden, sofern ihr sicherer Betrieb gewährleistet ist.143

SpaceX probt mit hüpfender Edelstahltonne. Das Minimodell der eigentlichen Marsrakete BFR probt Aufstieg und Rückkehr. Die BFR wird in etwa die Ausmaße der Freiheitsstatue haben und soll wieder verwendbar sein. Das Projekt „Spacehopper“ soll laut Elon Musk ab 2025 Menschen zum Mars bringen. Musk will später mit einer Million den Mars besiedeln.144

Siehe auch: Musk, Elon, Tesla Energy, Tesla Gigafactory, Tesla Model S, Tesla Model X, Tesla Model 3, Tesla Roadster, Tesla-Unfälle

Fußnoten und Quellen:
  1. Balser, Markus, Vollgas ohne Bremspedal, in SZ 28.10.2009 []
  2. Fromm, Thomas, Mühlauer, Alexander, Nichts für Spaßbremsen, in SZ 25.11.2009 []
  3. Reuters, US-Autobauer an der Börse, in SZ 1.2.2010 []
  4. Deckstein, Dagmar, Wandel durch Annäherung, in SZ 26.5.2010 []
  5. Koch, Moritz, Fliegender Start, in SZ 30.6.2010 []
  6. Becker, Joachim, Umbruch in Palo Alto, in SZ 28.3.2011 [] []
  7. Koch, Moritz, Politikum Tesla, in SZ 13.1.2012 [] [] []
  8. Piper, Nikolaus, Pionier in Geldnot, in SZ 27.9.2012 []
  9. Fromm, Thomas, California dreamin‘, in SZ 13.9.2013 []
  10. Elektroauto-Expansion geht ins Geld, in sueddeutsche.de 8.5.2014 []
  11. Schmieder, Jürgen, Nachtschicht in Springfield, in SZ 2.8.2014 []
  12. Hawranek, Dieter, Ständig unter Strom, in Der Spiegel 38/15.9.2014 [] []
  13. Kacher, Georg, Die Welle rollt, in SZ 27.12.2014 []
  14. Miese Zahlen bei Tesla, in sueddeutsche.de 12.2.2015 []
  15. DPA, Tesla verhandelte mit Google, in SZ 21.4.2015 []
  16. Schmieder, Jürgen, Der Milliardenmann, in SZ 20.6.2015 [] [] []
  17. Reuters, Tesla weitet Verlust aus, in SZ 7.8.2015 []
  18. Harloff, Thomas, Tanken per Roboterschlange, in SZ 7.8.2015 [] []
  19. DPA, Hacker knacken Tesla-Autos, in SZ 8.8.2015 []
  20. Schmieder, Jürgen, Revolution der roten Roboter, in SZ 28.11.2015 []
  21. Schmieder, Jürgen, Sürig, Dieter, Tesla und die Ausbeuter, in SZ 20.5.2016 []
  22. Busse, Caspar, Der Sonne entgegen, in SZ 23.6.2016 []
  23. Schmieder, Jürgen, „Tesla ist ein schreckliches Unternehmen“, in SZ 3.8.2016 [] [] []
  24. Schäfer, Ulrich, Cool und lebensgefährlich, in SZ 8.7.2016 []
  25. Schäfer, Ulrich, Cool und lebensgefährlich, in SZ 8.7.2016; vgl. auch: Tesla-Unfälle []
  26. SZ/Reuters, Tesla liefert nicht wie geplant, in SZ 5.8.2016 []
  27. Reuters, Tesla beendet Verlustserie, in SZ 28.10.2016 []
  28. Fromm, Thomas, Zum Shoppen in die Eifel, in SZ 9.11.2016 []
  29. Fromm, Thomas, Zum Shoppen in die Eifel, in SZ 9.11.2016] Fromm, Thomas, Zum Shoppen in die Eifel, in SZ 9.11.2016 []
  30. Prüm versus Palo Alto, in SZ 18.4.2017 []
  31. Hage, Simon, Der Illusionskünstler, in Der Spiegel 48/23.11.2017 [] [] []
  32. DPA, Tesla kündigt Großauftrag, in SZ 28.1.2017 []
  33. DPA, Neuer Investor für Tesla, in SZ 29.3.2017 []
  34. Reuters, Tesla liefert so viele Autos aus wie noch nie, in SZ 4.4.2017 []
  35. Tesla verdoppelt Umsatz, in spiegel.de 4.5.2017 [] []
  36. Tesla hat ein Platzproblem, in SZ 13.4.2017 []
  37. Giesen, C., Schmieder, J., Tesla zieht es nach China, in SZ 21.6.2017 [] []
  38. Hägler, Max, Ganz fest dran glauben, in SZ 4.7.2017 [] [] []
  39. Tesla-Aktie stürzt ab, in SZ 8.7.2017 []
  40. Fromm, Thomas, Wer hat Angst vor Elon Musk? in SZ 10.7.2017 []
  41. von der Hagen, Hans, Tesla begeistert Anleger, in SZ 4.8.2017 []
  42. Wüst, Christian, Strom-Illusionen, in Der Spiegel 34/19.8.2017 [] []
  43. Wüst, Christian, Strom-Illusionen, in Der Spiegel 34/19.8.2017; Hervorhebung WZ []
  44. Getarnte Dachziegel, in SZ 13.7.2017 []
  45. Rubel, Bernd, Tesla Model 3: Enttäuschende Energiedichte der Akkuzellen oder Upgrade-Geschäftsmodell? in mobile.geeks.de 4.9.2017 [] [] []
  46. Kröger, Michael, Der Jäger wird zum Gejagten in spiegel.de 4.11.2017 [] []
  47. Hägler, Max, Luxus ohne Förderung, in SZ 2.12.2017 []
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  91. Buchhalter geht, Tesla-Aktie rauscht ab, in spiegel.de 7.9.2018 []
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  93. Tesla will Sicherheits-Software als Open Source veröffentliche, in spiegel.de 12.8.2018 []
  94. US-Justizministerium ermittelt offenbar gegen Tesla, in spiegel.de 18.9.2018 []
  95. US-Börsenaufsicht drängt auf Entmachtung von Elon Musk, in spiegel.de 27.9.2018 []
  96. Tesla-Aktie stürzt um elf Prozent ab, in spiegel.de 28.9.2018 []
  97. Rottwilm, Christoph, Musk im Visier der SEC – eine Chance für Tesla, in manager-magazin.de 28.9.2018 []
  98. Musk tritt als Tesla-Verwaltungsratschef zurück, in spiegel.de 30.9.2018 []
  99. Zur Geschichte von Tesla und Elon Musk vergleiche auch: Hage, Simon, Laube, Helene, Mingels, Guido, Flammenwerfer, in Der Spiegel 41/6.10.2018 []
  100. Reuters, Musk wettert gegen die SEC, in SZ 6.10.2018 []
  101. Tesla erwirbt Grundstück für eigene Fabrik in China, im SZ 18.10.2018 []
  102. Tesla scheitert mit Eilantrag gegen Rückzahlung von Elektroprämie, in spiegel.de 19.10.2018 []
  103. Tesla verbucht erstmals seit zwei Jahren Gewinn, in spiegel.de 25.10.2018 []
  104. Sorge, Nils-Viktor, Die späte Rache des Elon Musk, in spiegel.de 25.10.2018 []
  105. DPA, FBI ermittelt gegen Tesla, in SZ 29.10.2018 []
  106. Telstra-Topmanagerin wird Chefaufseherin von Tesla, in spiegel.de 8.11.2018 []
  107. Babysitting, gut bezahlt, in SZ 9.11.2018 []
  108. von der Hagen, Hans, Erkaltete Liebe, in SZ 30.1.2019 []
  109. von der Hagen, Hans, Musk macht Anleger ratlos, in SZ 1.2.2019 []
  110. Tesla schickt in letzter Minute Autofrachter nach China – um Zölle zu umgehen, in spiegel.de 16.2.2019 []
  111. Tesla will Elektroautos nur noch im Internet verkaufen, in spiegel.de 1.3.2019 [] []
  112. Hägler, Max, Müller, Christina, Wulf, Veronika, Wie beim Trabi, nur online, in SZ 2.3.2019 []
  113. Tesla will Luxusautos  teurer machen, in spiegel.de 11.3.2019 []
  114. Elon Musk kündigt neues SUV von Tesla an, in spiegel.de 4.3.2019 []
  115. Tatje, Claass, Tesla: Wofür braucht der Autobauer zwei Milliarden Euro? in Die Zeit 9.5.2019 [] []
  116. Platsch! Dragon-Test geglückt, in SZ 9.3.2019 []
  117. Tesla verdient Milliarden mit den Abgasen der Konkurrenz, in spiegel.de 4.6.2019 [] []
  118. Lamparter, Dietmat H., CO2-Deal: Riskiert Tesla sein  Image? in Die Zeit 11.4.2019 []
  119. Tesla-Aktie verliert acht Prozent, in spiegel.de 5.4.2019 []
  120. Schmidbauer, Jan, Verladehemmung, in SZ 3.4.2019; Tesla hadert mit Problemen bei der Auslieferung, in spiegel.de 4.4.2019 []
  121. Endt, Christian, Zweifelhafter Retter, in SZ 25.4.2019 [] []
  122. Elon-Musk-Rakete bringt Satelliten ins All, in spiegel.de 12.4.2019 []
  123. Booster über Bord, in SZ 17.4.2019 []
  124. Schmundt, Hilmar, Billigflieger, in Der Spiegel 17/20.4.2019 []
  125. Explosion bei SpaceX, in SZ 23.4.2019 []
  126. Tesla und die Robotaxis, in SZ 24.4.2019 []
  127. Becker, Joachim, Alles oder nichts, in SZ 27.4.2019 [] []
  128. Müller, C., von der Hagen, H., Tesla macht großen Verlust, in SZ 26.4.2019; Hervorhebung WZ []
  129. Tesla besorgt sich Geld, in SZ 3.5.2019 []
  130. Gross, Louis, Tesla verunsichert die Anleger – mal wieder, in SZ 24.5.2019 [] []
  131. Elon Musks eigenes Internet, in SZ 16.5.2019 []
  132. SpaceX schießt 60 Internet-Satelliten ins All, in spiegel.de 24.5.2019 []
  133. Seidler, Christoph, Vermüllt SpaceX den Nachthimmel? in spiegel.de 27.5.2019 [] [] []
  134. Weiss, Marlene, Weißt du, wie viel Satelliten stehen, in SZ 4.6.2019 []
  135. Ärger bei Tesla, in SZ 27.6.2019 []
  136. Dornis, Valentin, Mehr Autos, weniger Manager, in SZ 4.7.2019 []
  137. Elon Musk rüffelt Bürgermeister von Berlin und Hamburg, in spiegel.de 12.7.2019 []
  138. von der Hagen, Hans, Tesla schockiert die Anleger, in SZ 26.7.2019 [] []
  139. Autofahrer verklagt Tesla wegen angeblich manipulierter Akkus, in spiegel.de 9.8.2019 [] []
  140. von der Hagen, Hans, Mensch, Elon, in SZ 20.8.2019 [] []
  141. Kunkel, Christina, Die Qual mit der Qualität, in SZ 23.8.2019 []
  142. Die Hütte brennt, in SZ 22.8.2019 []
  143. Alter Streit, neue Liebe, in SZ 24.8.2019 []
  144. SpaceX testet Prototyp für Mars-Rakete, in spiegel.de 28.8.2019 []
von wz
Elektroauto Chronik eines Irrtums

Chronologie

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