Elektroauto Chronik eines Irrtums

Zitate zum Elektroauto

Z

Aktualisiert 24.5.2019

1984:

„Elektrisch Autofahren: Der Zweitwagen mit einem Verbrauch von Null Litern Benzin auf 100 Kilometer wird spätestens Ende der 90er Jahre Realität.“ [Energiestory 3/1984, S. 28

1991:

fairkehr: „Die weltweite Autoindustrie bereitet sich erfolgreich auf diese Situation (autofreie Innenstädte; WZ) mit der Entwicklung von E-Mobilen vor – für die Zeit nach der Sperrung der Citys für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.“ – „Elektrofahrzeuge sind in den nächsten Jahren, wahrscheinlich Jahrzehnten, typische Zweit- oder Drittwagen.“ [fairkehr 3/1991, S. 18]

Wolfgang Reitzle, BMW-Vorstand: “ … für den politisch erzwungenen, künstlichen Markt in Ballungsgebieten wohl eine elegante Antriebsart.“ [Seebohm, Tine, Wolf, Winfried, Kommen wir mit dem Elektroauto weiter? in Natur 9/1991]

Heiko Barske, Leiter der VW/Audi-Konzernforschung: „Das Elektroauto ist ein Fahrzeug für Reiche; die Armen müssen mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.“ [Kacher, Georg, Müller, Werner, Hochspannung, in Autozeitung 20/1991]

Varta AG: „Kraftstoff dagegen enthält rund 100 mal so viel Energie wie die leistungsfähigsten Batterievarianten.“ [Varta Batterie AG, Neue Konzepte, Hannover 1991, S. 2)

Werner Niefer, Vorsitzender der Mercedes Benz AG: „Das ganz große Problem ist aber: Woher nehmen wir den Strom für die Elektroautos? Wir müssten wahrscheinlich neue Atomkraftwerke bauen, denn der Bedarf wäre gigantisch.“ [Klüting, Rainer, Nur Starthilfe macht das Elektroauto flott, in SZ 29.8.1991]

Heinrich von Lersner, Präsident Umweltbundesamt: „Vor einer weiteren Einführung von batteriegetriebenen Elektrofahrzeugen ist deshalb eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung von der Wiege bis zur Bahre durchzuführen, in der  auch Aspekte des Materialkreislaufes und der Infrastruktur zu berücksichtigen sind.“ [Heinrich, Jürgen, Sonne strahlt für kleine E-Mobile, in VDI-Nachrichten 24.5.1991]

Heinrich Blümel, Umweltbundesamt: „E-Mobile sind der letzte Notnagel für Leute, die glauben, unbedingt Auto fahren zu müssen.“ [fairkehr 3/1991, S. 17]

2008

Martin Winterkorn, VW-Vorstandsvorsitzender: „Die Zukunft gehört dem Elektroauto.“ [Büschemann, Karl-Heinz, Politik als Antrieb, in SZ 20.8.2008]

Prof. Martin Winter, führender Batterieforscher an der Universität Münster: „Mit der heutigen Technik dauert ein Ladevorgang mehrere Stunden. Versuche, deutlich schneller zu laden, dürften sowohl Batterie als auch Stromnetz belasten.“ [Deckstein, Dagmar, Stirn, Alexander, „Marshall-Plan für Batterieforschung“, in SZ 20.8.2008]

2009

Martin Winterkorn, VW-Vorstandsvorsitzender: „Öko hin oder her – unsere Kunden wollen auch in Zukunft schließlich kein Verzichtsauto kaufen.“ [Becker, Joachim, Zukunft aus der Dose, in SZ 30.3.2009]

Martina Hinricher, Energie-Expertin im Bundesverkehrsministerium: „Innovationen kann man nicht von oben verordnen. Das letzte Wort haben die Autokäufer. Wir wollen mittelfristig einen Markt haben, der ohne Subventionen auskommt.“ [Becker, Joachim, Schwer unter Strom, in SZ 2.5.2009]

„Nach Schätzungen des Bundesumweltministeriums könnten bis zum Jahr 2020 etwa zwei Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen fahren“ [Elektroauto erhält Starthilfe, in SZ 7.5.2009]

Gernot Spiegelberg, bei Siemens für Forschung Elektromobilität zuständig: „Bis 2020 sehe ich allein in Deutschland ein Potential von 4,5 Millionen Elektroautos, die ihre Energie über das bestehende Stromnetz beziehen können.“ [Schuh, Hans, Batterie auf Rädern, in Die Zeit 20.5.2009]

Helmut Holzapfel, Professor für  Verkehrswissenschaften an der Universität Kassel: „Stellen wir uns eine Autobahntankstelle im Urlaubsverkehr vor, an der der Tankrüssel länger als zwei Stunden in den Fahrzeugen steckt. Riesige Tankflächen an Autobahnen als Lösung? Und was ist in der Provinz? (…) Die ökologische Gesamtbilanz der Elektrofahrzeuge sieht zudem noch verheerender als ohnehin aus, wenn die Aufwendungen für Infrastruktur mitgerechnet werden.“ [Holzapfel, Helmut, Tanken? Unklare, teure Sache! in fairkehr 6/2009]

Gerd Lottsiepen, VCD: „Größere Reichweiten machen mit heute absehbarer Technik keinen Sinn. Die Autos würden schwer wie Panzer und immer teurer. Das E-Auto eignet sich also kaum als Familienauto. Als Zweit- oder Drittauto gefällt es der Autoindustrie, aufgeklärten Verbrauchern dürfte es aber zu teuer sein.“ [Lottsiepen, Gerd, Nur als Carsharing-Fahrzeug, in fairkehr 6/2009]

Craig Davies, Tesla-Verkaufschef: „3,7 Sekunden von null auf hundert … Damit hängt man jeden Porsche ab.“ [Fromm, Thomas, Mühlauer, Alexander, Nichts für Spaßbremsen, in SZ 25.11.2009]

Jochen Flasbarth, Präsident Umweltbundesamt: „Man kann ja meinetwegen sagen, dass ein Tempolimit nicht geht, weil es bei den Autofreunden serienweise Herzstillstand auslöst. Aber dann muss man darlegen, wo sonst im Verkehrsbereich CO2 eingespart werden kann. Unsere Autos sind auch deshalb so schwer und verbrauchsstark, weil sie dafür ausgelegt sind, bei 180 Stundenkilometer nicht aus der Kurve zu fliegen. Das steigert den Verbrauch, auch wenn man nicht rast“ [Schwägerl, Christian, „Elektroautos reichen nicht“, in Der Spiegel 35/2009]

„Der Nissan Leaf soll an Schnellladestationen in weniger als 30 Minuten gut 80 Prozent der Batteriekapazität nachfüllen können. Doch die starke Hitze, die bei solchen Blitzbetankungen in den Zellen entsteht, lassen Lithium-Ionen-Batterien schnell altern.“ [Bauchmüller, Michael, Eine Million Elektroautos für Deutschland, in SZ 20.8.2009]

Peter Löscher, Siemens-Vorstandsvorsitzender, zur Elektromobilität: „‚Das wird ein Multimilliardenmarkt.“ [Balser, Markus, Zum Tanken an die Steckdose, in SZ 20.8.2009]

Axel Friedrich, von 1993 bis 2008 Leiter der Verkehrsabteilung im Umweltbundesamt: „Elektromobilität ist eine der teuersten Methoden, CO₂ zu sparen.“ [Asendorpf, Dirk, Die Mär vom emissionsfreien Fahren, in Die Zeit 17.9.2009]

2010

Peter Ramsauer, Bundesverkehrsminister, zum Elektroauto-Angebot: „Niemand hat bisher ein ausgereiftes und preislich wettbewerbsfähiges Serienprodukt. (…) Von Kaufprämien halte ich nichts. Das ist doch eine typisch deutsche Diskussion.“[„Ich will das beste Elektroauto der Welt“, in der Spiegel 15/12.4.2010]

Wolfgang Lohbeck, Greenpeace-Verkehrsexperte: „Die Bundesregierung versucht im Schulterschluss mit der Industrie, die Öffentlichkeit zu täuschen. Elektroautos sind eben keine Null-Emissionsfahrzeuge, sondern beim jetzigen Strommix in Deutschland auch längerfristig sogar eher schlechter als ein vergleichbares herkömmliches Auto. Und der Strom kommt auch für E-Autos aus der Steckdose, nicht wahlweise aus einer Windanlage. Die Stromkonzerne versuchen darüber hinwegzutäuschen, dass die Anrechnung von ‚grünem‘ Strom ein reiner Verschiebebahnhof ist – es kommt keine einzige zusätzliche ‚grüne‘ Kilowattstunde ins Netz“ [Gemeinsame Pressemitteilung: Mit dem Elektromobil durch Potemkinsche Dörfer: Umweltschutzverbände fordern Realitätscheck für Elektromobilität, Berlin 29.4.2010]

Ralf Hoppe und Christian Wüst im Spiegel:
„Es geht um den Abschied von dem besten Energieträger, den es je gab. Lebewohl Kohlenwasserstoff, Benzin, Superbenzin und Diesel. Adieu Verbrennungsmotor. Der Benzintank soll durch die Batterie ersetzt werden, ausgerechnet. Ersetzt durch einen der schlechtesten Energiespeicher überhaupt.“ [Hoppe, Ralf, Wüst, Christian, Der Rettungswagen, in Der Spiegel 18/3.5.2010]

„Wollte man das Auto nicht zum Fahren benutzen, wäre der Elektromotor ideal. Das Problem ist nicht der Motor, sondern die Tatsache, dass man kein Kabel hinter sich herziehen kann. Man braucht eine Batterie, um den Strom zu speichern. Und das ist die schlechte Nachricht.“ [Hoppe, Ralf, Wüst, Christian, Der Rettungswagen, in Der Spiegel 18/3.5.2010]

Gerd Eisenbeiß, der frühere Energievorstand des Forschungszentrums Jülich: „Die massenhafte Markteinführung von E-Fahrzeugen hätte ja eine Konsequenz, über die derzeit niemand spricht: dass beim Tanken an der Steckdose oder speziellen Ladestationen keine Mineralölsteuer mehr anfiele. Damit aber würde der Fahrer keinerlei Beitrag zu den Infrastrukturkosten des Verkehrs mehr entrichten. Zugleich aber werden sich diese Kosten erhöhen.“ [Eisenbeiß, Gerd, Die Mineralölsteuer – vom Aussterben bedroht, in SZ 4.5.2010]

Wolfgang Tiefensee (SPD), Bundesverkehrsminister: „Autos, die ausschließlich mit fossilen Energiequellen fahren, sind langfristig Auslaufmodelle.“ [Becker, Joachim, Zukunft aus der Dose, in SZ 17.5.2010]

Michael Cramer, grüner EU-Parlamentarier und verkehrspolitischer Sprecher: „Aufgrund seiner kurzen Reichweite stellt das E-Car vor allem eine Konkurrenz zum umweltfreundlichen Verkehr via Bus, Bahn und Fahrrad dar. Gerade in den Städten ist das Auto im wahrsten Sinne des Worts der Motor, der die Verschlechterung der Lebensqualität vorantreibt. Deshalb brauchen wir dort keine neue, automobile Konkurrenz zu den automobilen Kurzstreckenvehikeln, sondern eine Alternative zum flächenfressenden Automobil – unabhängig von dessen Antrieb.“ [Cramer, Michael, Mobilität aus der Steckdose? in taz 26.7.2010]

Gregor Matthies, Automobilexperte bei der Unternehmensberatung Bain & Company: „E-Mobilität ist die Voraussetzung dafür, dass individuelle Mobilität im Jahr 2040 überhaupt noch möglich ist.“ [Becker, Joachim, Rudschies, Wolfgang, Vigl, Mario, Die Spannung steigt, in ADAC Motorwelt 8/2010]

2011

Michael Dick, Audi-Entwicklungsvorstand: „Die Chinesen wissen genau, dass sie mit dem Verbrennungsmotor keinen Blumentopf mehr gewinnen können. Deshalb stürzen sie sich voller Elan auf die alternativen Antriebe. Da müssen wir gut aufpassen, dass wir die Nase vorn behalten.“ [Becker, Joachim, Mit dem Strom, in SZ 10.6.2011]

2012

Ferdinand Piëch, VW-Aufsichtsratschef: „Das Ein- bis Zwei-Liter-Auto wird kommen, und es wird ökonomischer sein als das Elektroauto.“ [Büschemann, Karl-Heinz, Ohne Saft, in SZ 7.4.2012]

Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen: „Die Elektromobilität ist dabei zu sterben.“ [Becker, Joachim, Parade der Ladenhüter, in SZ 21.6.2012]

Was Autobauer über Batteriehersteller denken: „Liar, more liar, battery supplier.“ (Lügner, größerer Lügner, Batterie-Lieferant) [Völklein, Marco, Piesacken auf Rechnung, in SZ 21.9.2012]

Joachim Becker in der SZ: „Das ultimative E-Mobil hat 750 PS und heißt SLS AMG Coupé Electric Drive. Mercedes wird die Rakete auf Rädern nächstes Jahr für 416.500 Euro pro Stück verkaufen. Der vermeintliche Ökoflitzer ist der traurige Höhepunkt einer langen Kette von Pleiten, Pech und Pannen rund um den alternativen Antrieb.“ [Becker, Joachim, Schwierige Wende auf der Straße, in SZ 12.12.2012]

2013

Norbert Reithofer, BMW-Vorstandsvorsitzender: „Der Bau von Elektroautos ist keine Option, sondern ein klares Muss. Vielleicht können wir die CO2-Emissionen mit konventionellen Technologien noch auf 120 Gramm pro Kilometer senken. Aber dann ist technisch alles ausgereizt.“ [Becker, Joachim, Strom aufwärts, in SZ 12.1.2013]

Rudolf Krebs, VW-Verantwortlicher für Elektrotraktion: „Mit der jetzigen Batterietechnologie sind E-Autos nicht langstreckentauglich. Auf der Autobahn bei 130 km/h sind die Fahrwiderstände so hoch, dass sich die Reichweite beinahe halbiert.“ [Becker, Joachim, Strom aufwärts, in SZ 12.1.2013]

Matthias Wissmann, VDA-Präsident, in einem Brief an die Bundeskanzlerin: „Liebe Angela …In China werden emissionsfreie Elektroautos mit dem Faktor 5 auf die Gesamtflotte der Hersteller angerechnet. In Europa hingegen sollen wir von 2020 an nur höchstens Faktor 1,3 oder 1,5 anrechnen dürfen. Das ist viel zu wenig. “ [Fromm, Thomas, „Wir müssen uns zur Wehr setzen“, in SZ 25.5.2013]

Angela Merkel: „‚Super-Credits kommen Super-Bedeutung zu.“ [Bauchmüller, Michael, Fromm, Thomas, Auf der Kriechspur, in SZ 28.5.2013]

Verkehrsclub Deutschland (VCD): „Super-Credits sind ein perfider Trick, um die tatsächlichen CO2-Bilanzen der Hersteller schön zu rechnen.“ [Elektromobilität: Zwischen Zweifel und großer Hoffnung, in www.oekonews.at 29.5.2013]

Matthias Groote, SPD, Vorsitzender des Umweltausschusses im EU-Parlament, zum Vorgehen von Merkel bezüglich CO2-Grenzwerte im Europaparlament: „Mutti ist mit der Brechstange losgezogen.“ [Cáceres, Javier, Gammelin, Cerstin, Die Kanzlerin steigt in die Eisen, in SZ 26.7.2013]

Matthias Wissmann, VDA-Präsident: „Das für 2020 geplante Ziel, dass ein Auto durchschnittlich nur noch 95 Gramm CO2 emittiert, ist nur erreichbar, wenn viele Elektroautos gekauft werden.“ [Gorhau, Sascha, Elektroautos im Rückwärtsgang, in SZ 12.9.2013]

Peter Wüstnienhaus Leiter des Projekts IKT für Elektromobilität II: „Politisch wäre es am besten, dass wir Baugenehmigungen für neue Garagen oder größere Parkplätze nur noch dann erteilen, wenn ein gewisser Prozentsatz der Parkplätze mit Aufladeboxen für Elektroautos ausgerüstet ist.“ [Fromm, Thomas, Konkurrenz von den Nerds, in SZ 28.10.2013]

Marc Felix Serrao zum BMW-Werbebotschafter Joschka Fischer in der SZ: „33 Jahre nach Gründung der Grünen macht ihr einstmals wichtigster Kopf Werbung für ein Elektroauto. Ein Fahrzeug, das es ohne diese Partei und ihren Einfluss auf die Gesellschaft gar nicht geben würde.“ [Serrao, Marc Felix, Schön doof, in SZ 7.12.2013]

2014

Jen-Hsun Huang vom Chiphersteller Nvidia: „Das Auto ist der ultimative mobile Computer.“ [Fromm, Thomas, Spione an Bord, in SZ 11.1.2014]

Sergio Marchionne, Fiat-Chef, zum elektrischen Fiat 500: „Ich hoffe, sie kaufen ihn nicht, denn jedes Mal, wenn ich einen Fiat 500e verkaufe, kostet es mich 14.000 Dollar.“ [Wimmelbücker, Stefan, „Ich hoffe, sie kaufen ihn nicht“, in automobilwoche.de 23.5.2014]

Ferdinand Piëch, VW-Aufsichtsratsvorsitzender, über Tesla: „Dafür habe ich in meiner Garage keinen Platz.“ [Tauber, André, Der verrückte Plan des Elon Musk, in welt.de 13.6.2014]

Oliver Schwedes, Professor für Integrierte Verkehrsplanung an der TU Berlin: „Das Elektroauto wird derzeit als Hoffnungsträger gehandelt, der am Ende helfen wird, all unsere Verkehrsprobleme zu lösen. Das wird so aber nie und nimmer passieren. (…) Die Energiebilanz von E-Autos ist unterm Strich nicht besser als die von Verbrennern, unter anderem auch, weil sie Seltene Erden benötigen, um die Batterien zu produzieren. (…) Auch Autos mit Elektromotor haben einen immensen Flächenverbrauch: Sie benötigen viel Platz auf der Straße. Und am Rand zum Parken.“ [Völklein, Marco, Falsche Hoffnungsträger, in SZ 11.9.2014]

Elon Musk von Tesla zu seinem Projekt „Hyperloop“: „Wie wäre es mit individualisiertem Massentransport? Es will sich einfach nicht jeder in U-Bahn-Waggons quetschen. Das macht keinen Spaß. Es riecht dort meistens schlecht, es ist unpraktisch, weil alle an einem festgelegten Ort ein- und an einem anderen festgelegten Ort wieder aussteigen müssen.“ [Bethge, Philipp, Jung, Alexander, „Niemand will ein Mistauto“, in Der Spiegel 48/24.11.2014]

2015

Dieter Zetsche, Daimler-Chef, bei der Automesse im Januar 2015 in Detroit: „Die Zeit ist jetzt genau richtig: Der Markt für SUVs wird immer noch stärker.“ [Fromm, Thomas, Zurück in die Vergangenheit, in SZ 13.1.2015]

Thomas Fromm in der SZ: „Tesla hat keine technologische Großtat vollbracht, sondern lediglich gezeigt, was passiert, wenn man den ganzen Wagenboden einer Limousine mit japanischen Standardakkus vollstopft. Das Ergebnis ist ein sehr teures und immer noch kompromissbehaftetes Auto.“ [Fromm, Thomas, Google gibt Gas, in SZ 12.9.2015]

Ulrich Hackenberg, Audi-Technik-Chef zur IAA 2015: „Fahrspaß ohne Verzicht – wir bringen den Audi e-tron quattro mit allen Funktionalitäten eines SUV‘.“ [Fromm, Thomas, Google gibt Gas, in SZ 12.9.2015. Wikipedia: „Aufgrund des VW-Abgasskandals ist Hackenberg im September 2015 beurlaubt worden. In den Befragungen der VW-Konzernrevision wurden Vorwürfe gegen ihn als damaligen Entwicklungschef erhoben und am 3. Dezember 2015 schied er aus dem Audi-Vorstand aus.]

2016

Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender Daimler AG: „Bislang hat noch kein Hersteller auch nur einen Cent mit Elektroautos verdient.“ [Lamparter, Dietmar H., Wer holt Tesla ein? in Die Zeit 7.7.2016]

Ola Källenius, Daimler-Vertriebsvorstand: „Elektromobilität ist wie eine Ketchup-Flasche. Wir wissen, dass etwas kommt. Aber wir wissen nicht, wann und wie viel es sein wird.“ [Becker, Joachim, Elektroautos für alle, in SZ 28.11.2016]

2017

Stefan Niemand, verantwortlich bei Audi für Elektrifizierung: „Sie mögen heute noch darüber lachen, aber wir werden übermorgen mit einem Megawatt laden.“ [Wüst, Christian, Revolutionäre Zellen, in Der Spiegel 8/18.2.2017]

Professor Dr. Martin Winter vom Batterieforschungszentrum MEET der Universität Münster: „Die Ladestationen, beispielsweise an Autobahnen, sind noch lange nicht für eine so hohe Stromnachfrage ausgelegt, die entstünde, wenn mehrere Autos gleichzeitig schnell geladen würden.“ [Ersing, Paul-Janosch, Wie viel Reichweite brauchen Elektroautos? in SZ 12.6.2017]

Christian Wüst im Spiegel: „Der Glauben an das Batterieauto ist zur Weltreligion der mobilen Gesellschaft geworden.“ [Wüst, Christian, Geist aus der Druckflasche, in Der Spiegel 29/18.7.2017]

Christian Wüst im Spiegel: „Ein Rechenbeispiel: 28 Starkstrom-Tanker à la Tesla an den künftigen 350-kW-Säulen würden das Stromnetz so stark belasten wie ein ICE mit 830 Passagieren bei voller Fahrt. (…) Mehr noch: Eine vollständige Umstellung auf Elektro-Pkw würde den Strombedarf in der Bundesrepublik um rund ein Viertel erhöhen.“ [Wüst, Christian, Strom-Illusionen, in Der Spiegel 34/19.8.2017]

Christopher Schrader in spektrum.de: „Das Elektroauto hat ein Imageproblem – sein Ruf ist zu gut.“ [Schrader, Christopher, So öko sind Elektroautos wirklich, in spektrum.de 3.11.2017]

2018

Herbert Diess, Marken-Vorstand VW AG: „Wir fokussieren uns im künftigen Wettbewerb sehr stark auf Tesla.“ [Von Tesla  zu VW, in SZ 9.4.018]

Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender Daimler AG: „Mehr Elektroautos sind gut für die CO2-Bilanz. Aber nicht so gut für unsere Konzern-Bilanz.“ [Beise, Marc, Zum Erfolg verdammt, in SZ 6.4.2018]

Christian Wüst, Spiegel-Redakteur: „Indien und China wollen das Elektroauto politisch erzwingen, produzieren ihren Strom aber noch zu fast drei Viertel mit Kohlemeilern. Ein Batteriemobil trägt dort mehr zur Erwärmung der Atmosphäre bei als ein sparsamer Diesel.“ [Wüst, Christian, Benzin aus Wasser und Luft, in Der Spiegel 15/7.4.2018]

Frank Mühlon, globaler Leiter Elektroauto-Ladesysteme bei ABB, zu den neuen Schnellladestationen: „Um mit 350 Kilowatt zu laden, brauche ich 800 Volt.“ [Schaal, Sebastian, Jetzt kommen die Superlader in www.wiwo.de 27.4.2018]

Sebastian Schaal in wiwo.de zu den Schnellladestationen mit 350 kW: „Das fest mit der Ladestation verbundene gekühlte Kabel gleicht – überspitzt formuliert – einem Wasserschlauch, durch den das gut isolierte Stromkabel geführt wird.“ [Schaal, Sebastian, Jetzt kommen die Superlader, in wiwo.de 27.4.2018]

Dan Kaufman, Leiter von Googles Geheimlabor Advanced Technologies and Products (ATAP): „Technik ist am mächtigsten, wenn man sie nicht sehen kann.“ [Werner, Kathrin, Ärmel-Kanal, in SZ 23.5.2018]

Joachim Becker in der SZ: „Gerade die Erneuerbare-Energien-Umlage treibt die Produktionskosten in die Höhe. Daher bauen die asiatischen Zelllieferanten in Ländern wie Polen und Ungarn neue Werke für die Versorgung der deutschen Autoindustrie auf. Nicht wegen der günstigeren Arbeitskosten, sondern vor allem aufgrund des konkurrenzlos billigen Kohlestroms.“ [Becker, Joachim, Ohne Spannung, in SZ 12.5.2018]

Erich Sixt, größter deutscher Autovermieter: „Ich glaube nicht an E-Autos, das ist politisch ein katastrophaler Fehler … Ich gebe E-Autos keine Zukunft.“ [Sürig, Dieter, Elektroautos? „Ein Fehler!“, in SZ 30.5.2018]

Ferdinand Dudenhöffer, Chef des Car-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen: „Ein E-Auto mit weniger als 400 Kilometer Reichweite wird nichts werden, denn im Winter werden aus 400 Kilometer schnell mal 200, und ständig mit dem Kabel durch die Gegend zu laufen und nach Ladesäulen zu suchen, ist sicher nicht vergnügungssteuerpflichtig.“ [Becker, Joachim, „Das Elektroauto braucht Tesla-Gene“, in SZ 7.9.2018]

Helmut Holzapfel, Verkehrswissenschaftler, Wolfgang Lohbeck, Ex-Greenpeace-Mitarbeiter: „Saubere Autos gibt es nicht.“ [Holzapfel, Helmut, Lohbeck, Wolfgang, Saubere Autos gibt es nicht, in fr.de 24.9.2018]

Der ADAC im Mai 2018 zur Lade-Infrastruktur in Deutschland: „Die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge ist komplex und unübersichtlich.“ [Schnorpfeil, Moritz, Ja,, wo laden sie denn? in SZ 29.9.2018]

Herbert Diess, VW-Chef, erklärte im Oktober seine Sympathien für die Demonstranten im Hambacher Forst: „Es hat überhaupt keinen Sinn, Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen, wenn wir gleichzeitig den Strom dafür aus Braunkohle produzieren. Dann fahren wir mit Kohle statt Erdöl und produzieren mehr CO2 als heute.“ [Hägler. Max, Slavik, Angelika, „So eine Industrie kann schneller abstürzen, als viele glauben“, in SZ 11.10.2018]

Gerald Killmann, Motorenentwickler bei Toyota: „Der Verbrenner wird nötig sein, um Menschen mit niedrigeren Einkommen passende Fahrzeuge anbieten zu können.“ [Nefzger, Emil, „Die Brennstoffzelle wird sich durchsetzen“, in spiegel.de 10.12.2018]

Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Geschäftsführung: „Die Verbreitung von E-Autos muss schneller vorangehen – sonst wird der Verkehrssektor die Klimaschutzziele 2030 um Lichtjahre verfehlen.“ [Balser, Markus, Unter Strom, in SZ 29.12.2018. Die Klimaschutzziele werden wegen der falschen Modellpolitik UND den Elektroautos verfehlt.]

2019

Henrik Henriksson, Chef des Lkw-Herstellers Scania: „Die Zukunft gehört dem elektrischen Lkw, das ist klar.“ [Fromm, Thomas, „Jedes Management muss seine eigene Treppe putzen“, in SZ 28.1.2019]

Barbara Lenz, Institut für Verkehrsforschung beim DLR: „Studien zeigen, dass der Verkehr deutlich wachsen könnte, da die  Attraktrivität der Straße durch das autonome Fahren massiv zunimmt, sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr.“ [Liebrich, Silvia, „Autonomes Fahren könnte einen Carsharing-Boom auslösen“, in SZ 10.2.2019]

Matthias Wissmann, langjähriger VDA-Präsident: „Es wird eine Ernüchterung bei E-Mobilität geben.“ [Zum Ende, in SZ 18.2.2019]

Bernhard Mattes, VDA-Präsident, bei einer VDA-Feier in Berlin: „Heute, Herr Scheuer, sind Sie unter Freunden.“ [Balser, Markus, Ich geb‘ Gas, in SZ 5.3.2019]

Ola Källenius, Daimler-Entwicklungsvorstand (und demnächst Vorstandsvorsitzender) zum autonomen Auto: „Wir entwickeln etwas, das es aktuell noch nicht gibt und wofür deshalb auch noch keine Regularien vorhanden sind.“ [Müller, Christina, Hägler, Max, Pendelei, in SZ 7.3.2019]

Gregor Michna, Planungsleiter der E-Motoren-Fertigung von Porsche über den Taycan: „Der Wagen ist absolut rennstreckentauglich.“ [Heuser, Uwe Jean, Tatje, Claass, Danke, Diesel, in Die Zeit 7.3.2019]

Harald Krüger, BMW-Vorstand: „Wir müssen die Elektromobilität vorantreiben, sonst schaffen wir die CO2-Ziele nicht.“ [Hägler. Max, „Wir bleiben harte Wettbewerber“, in SZ 16.3.2019; vgl.: Super-Credits]

Peter Altmaier, Bundeswirtschaftsminister, diskutierte im Spiegel mit Luisa Neubauer von „Fridays for Future“ über die Klimakatastrophe und lobte die Aktivitäten der Bundesregierung: „Wenn eines Tages die Autos elektrisch und autonom fahren, kann sich das auch die Seniorin mit einer kleinen Rente leisten, und die Umwelt wird geschont.“ [Traufetter, Gerald, Amann, Melanie, „Meine Generation wurde in den letzten Jahren praktisch ständig betrogen“, in der Spiegel 12/16.3.2019]

VW-Chef Herbert Diess: „Kohle- und CO2-freier Strom ist ein Muss für E-Autos.“ [Becker, Joachim, Hägler, Max, Angriff aus Wolfsburg, in SZ 18.3.2019]

Jörg Hofmann, Vorsitzender der IG Metall: „Das schlimmste Szenario wäre, die Unternehmen stellen auf Elektromobilität um, und die Kunden kaufen keine Elektroautos.“ [Klimaziele können 150.000 Jobs kosten, in Der Spiegel 12/23.3.2019]

Michael Häberle, Daimler-Betriebsratschef in Untertürkheim: „Was gerade in einer Hauruck-Aktion passiert, ist das Gleiche wie bei Fukushima mit der Energiebranche.“ [Daimler-Betriebsratschef warnt vor Hauruck-Wechsel zum Elektroauto, in spiegel.de 4.4.2019]

Jörg Hofmann, 1. Vorsitzender der IG Metall: „Der ökologisch saubere Verbrennungsmotor wird noch gebraucht.“ [Henzler, Claudia, Bosch sieht rot, in SZ 5.4.2019]

Lihong Qin, Mitgründer von Nio, hofft auf die E-Auto-Initiative von VW: „Gemeinsam können wir die Konsumenten zur Elektromobilität erziehen.“ [Hägler, Max, Liegen geblieben, in SZ 18.4.2019]

Christian Endt in der SZ zu Tesla: „Die Kalifornier haben dafür gesorgt, dass es wieder als avantgardistisch gilt, mit großen, schweren und schnellen Autos durch die Innenstadt zu fahren. (…) Der Erfolg von Tesla suggeriert, man müsse nur die Antriebstechnologie tauschen, dann wäre wieder alles gut.“ [Endt, Christian, Zweifelhafter Retter, in SZ 25.4.2019]

Jürgen Stackmann, VW-Marketingvorstand, zum VW E-SUV ID.Roomzz: „Er ist die Spitze des Eisbergs für die Zukunft.“ [Kriegel, Matthias, Volt geil! in spiegel.de 3.5.2019]

Herbert Diess, VW-Vorstandsvorsitzender, zur VW-Strategie der Elektrifizierung der Premium-Klasse: „Das bedeutet unterm Strich, dass die CO2-Vorgaben und die Flottenziele zunächst einmal nicht dazu führen, dass die Autos kleiner werden.“1

Christoph Seidler in spiegel.de zu Strombelastungen durch Elektroautos: „‚Zahnarztalleen‘ nennen Netzmanager die Straßen mit hoher Tesla-Dichte und vielen Schnellladesäulen.“ [Seidler, Christoph, Stresstest fürs Stromnetz, in spiegel.de 21.5.2019]

Fußnoten und Quellen:
  1. Habeck kritisiert VWs Elektro-Strategie, in spiegel.de 7.5.2019 []
Elektroauto Chronik eines Irrtums

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