Elektroauto Chronik eines Irrtums

März 2019

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Aktualisiert 28.4.2019

Teslas nur noch im Internet. Elon Musk teilte am 1. März 2019 mit, dass Tesla Läden schließen und Mitarbeiter entlassen wird, um Kosten zu senken. Alle Verkaufsaktivitäten werden komplett ins Internet verlegt. „In den USA könne man einen Tesla binnen einer Minute auf dem Smartphone kaufen, weltweit soll das bald auch so werden.“ [106] Damit sollen Kosten gespart werden. Es entfallen auch Probefahrten; gleichzeitig wird es einfacher, gefahrene Teslas zurückzugeben. Das billigste Model 3 mit einer kleineren Batterie soll nun für 35.000 Dollar (30.780 Euro) vor Steuern verkauft werden. „Tesla startete die Auslieferung vom Model 3 im Jahr 2017 zunächst mit einer hochgerüsteten teureren Version, deren Preis rund 70.000 Dollar erreichen konnte.“1

Puppe an Bord von Falcon 9. Am 2.3.2019 startete die „Falcon 9“ von SpaceX mit der Puppe Ripley an Bord zum Testflug zur Raumstation ISS. Sollte dieser erfolgreich sein, werden im Juli 2019 zwei Astronauten zur ISS fliegen. Der Vertrag der USA mit Russland läuft im November 2019 aus: Dann kommt SpaceX an die Reihe.2

Tempolimit durch automatisiertes Fahren? Anfang 2019 verkündete Volvo-Vorstand Håkan Samuelsson, dass Pkw von Volvo ab 2020 bei 180 km/h abgeregelt werden. Volvo bekennt sich damit zu seiner Verantwortung als Autohersteller, Unfallzahlen und die Zahl der Verkehrstoten und -verletzten zu senken. Der deutsche Autoexperte Stefan Bratzel zum Tempolimit: „Ich glaube, dass das Themas Tempolimit in Zeiten einer sich stark wandelnden Mobilität überschätzt wird. Die Elektromobilität und das autonome Fahren machen es ohnehin bald überflüssig.“3
Vulgo: Die Batterien halten grenzenlose Geschwindigkeiten nur kurz durch, und das autonome Fahren wird durch die (deutsche) Autobahn-Raserei völlig überfordert. Dazu müssten dann eigene deutsche Autobahn-Computerprogramme entwickelt werden: Und das autonome Fahren ist schon bei „normalen“ Geschwindigkeiten kompliziert genug.

Stadtwerke München erhöhen kWh-Preis. Zum 1.4.2019 (kein Aprilscherz) stellen die Stadtwerke München ihr Abrechnungssystem um. Bisher mussten Elektroauto-Kunden einen monatlichen Grundpreis von 10,12 Euro plus 1,80 Euro pro angefangene Stunde zahlen. Nun kostet die kWh 55 Cent. (Zum Vergleich: Beim Haushaltsstrom kostet die kWh im Tarif „M-Ökostrom Flex“ ohne Grundgebühr von jährlich 105,53 Euro unter 30 Cent.)4

Genfer Autosalon 2019: elektrisch. Die Autobranche ist „elektrisiert“ (spiegel.de). U. a. werden gezeigt: V-Klasse von Mercedes als Concept EQ V (150 kW, 100 kWh, 400 km Reichweite, Schnellladung); Vision iV von Skoda (zwei Elektromotoren mit zusammen 306 PS, 83 kWh, 500 km); Volvo Polestar (204 PS, 78 kW, 500 km); Seat el-bron (204 PS, 62 kWh, 420 km).
Und ein Beitrag aus China: Geländewagen U5 von Aiways (220 PS, 500 km Reichweite). Aiways wurde vor zwei Jahren in China gegründet und hat bereits eine Fabrik für jährlich 150.000 Elektroautos gebaut. (Autosalon: Das sind die Autoneuheiten aus Genf, in spiegel.de 7.3.2019))
Die angegebenen Reichweiten sind aus bekannten Gründen mit Vorsicht zu behandeln!

Genfer Autosalon 2019: Elektrisch rasen.
(1) Piëch Mark Zero: Der neu auf dem Genfer Autosalon vorgestellte Elektro-Sportwagen wird von Anton Piëch gemanaged, dem Sohn von Ferdinand Piëch. Drei E-Motoren mit je 150 kW, in 3,2 Sekunden von Null auf 100 km/h, Vmax = 250 km/h.5 Der Preis soll zwischen 150.000 und 170.000 Euro liegen.6
(2): Hispano Suiza Carmen: Auf dem Genfer Autosalon 2019 vorgestellt: zwei Elektromotoren mit mehr als 1000 PS.7
(3): Pininfarina Battista: 1900 PS, unter 2 Sekunden auf 100 km/h, Vmax über 350 km/h; Preis über 2 Mill. Euro

VW ID Buggy made by Schuh? Der Aachener Professor Günther Schuh hat den Streetscooter der Deutschen Post konstruiert und baut gerade die Produktion für den e.GO in Aachen auf. VW-Vorstandschef Herbert Diess hatte sich schon 2018 mit Schuh in Verbindung gesetzt: Der ID Buggy soll nur in Stückzahlen von 3000 bis 5000 jährlich gebaut werden. Das schafft ein Mammutkonzern wie VW nicht, aber ein Start-up wie e.Go. Und eventuell könnte e.Go auch den von VW für Milliarden Euro entwickelten Elektrobaukasten MEB mitnutzen. Für diese MEB-Architektur könnten sich auch andere Autokonzerne interessieren, wie der Autoexperte Stefan Bratzel vermutet: FCA mit Fiat und Jeep, Ford, der französische PSA-Konzern. „Noch vor wenigen Jahren währen derartige Kooperationen über Konzerngrenzen hinweg undenkbar gewesen. Fahrwerk, Motoren – jeder Hersteller hatte da seine ganz eigene Philosophie, sein Alleinstellungsmerkmal. Bei Elektroautos fragt jedoch kaum jemand, welche Motoren und welche Batterien unter der Karosserie stecken.“8

Mercedes: Elektroautos gegen CO2-Obergrenzen. Der künftige Daimler-Chef Ola Källenius erzählte auf dem Genfer Autosalon, wie sein Autokonzern die strengeren CO2-Grenzwerte einhalten will: Wer zu viel verbraucht, muss Strafe zahlen. Källenius Rezept: Überall Elektro reinpacken, wo es nur geht.“9
Vgl. auch: Super-Credits

Von James Watt zu James Bond und zurück. Der im neuen James Bond-Film mitfahrende Aston Martin Rapide E hat elektrische 610 PS und eine Vmax von 250 km/h, kostet 290.000 Euro und wird in einer Auflage von 155 Exemplaren produziert. Die 65-kWh-Akkus reichen nach WLTP für 320 Kilometer Reichweite „oder, so verspricht Aston Martin, für eine Vollgasrunde  auf der Nordschleife des Nürburgrings“.10

Reise von Hamburg nach Stuttgart im BMW i3. Eine Reisebeschreibung von Michael Walter vom März 2019 aus spiegel.de findet sich hier.

10 Millionen Elektroautos, kein Tempolimit. Die Unternehmensberatung Boston Consulting Group und die Beratungsfirma Prognos schlagen in ihrer Studie „Analyse der Klimapfade Verkehr 2030“ (Februar 2019) für den BDI u. a. folgendes vor: die Verlegung von 35 Prozent des Personenverkehrs und 60 Prozent des Güterverkehrs auf die Schiene (real passiert der umgekehrte Prozess seit Jahrzehnten, speziell im Güterbereich), effizientere Pkw, mehr Bio- und synthetische Treibstoffe – und sieben bis zehn Millionen Elektroautos. (2018 wurden gerade einmal 50.000 neue Elektroautos in Deutschland zugelassen). „Suffizienzmaßnahmen (Tempolimit, Verzicht auf Mobilität) wurden aus Akzeptanzgründen ausgeschossen.“11
Wenn der oberste Bundesverkehrspolitiker Andreas Scheuer (CSU) seit Gründung der Beraterkommission dagegen gelästert hat („gegen jeden Menschenverstand“), wundert es nicht, wenn das Tempolimit nicht mehr in der Stellungnahme vorkommt.
Nachtrag: Tempolimit in der Fußnote gelandet
. In einem Entwurf eines Abschlussberichts der Kommission steht die Fußnote auf Seite 40: „Aus Sicht einzelner Mitglieder (BUND) kann auf Autobahnen eine Harmonisierung der gefahrenen Geschwindigkeit und damit ein verbesserter Verkehrsfluss mittels einer generellen Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit erreicht werden.“((Traufetter, Gerald, Das Tempolimit verkümmert zur Fußnote, in spiegel.de 21.3.2019))

spiegel.de titelt: „Kommission versagt bei Verkehrswende“. Nach 17 Stunden Verhandeln gebar der Autoberg eine Klima-Maus: u. a. 10 Millionen Elektroauto-Pkw bis 2030, kein CO2-Preis, um, Autos mit hohem Kraftstoffverbrauch zu schonen, keine E-Auto-Quote, kein Tempolimit, kein Bonus-Malus-System beim Kauf von klimafreundlichen Autos.12

Schulze für Tempolimit, aber… Bundesumweltministerin Svenja Schulze sagte im Deutschlandfunk, dass sie und die SPD zwar dafür seien, es aber bei den Verhandlungen mit der Union nicht durchsetzen konnten: „Es ist nicht im Koalitionsvertrag, deswegen ist es komplett unrealistisch, dass es kommt.“13

VDA fordert noch höhere Zuschüsse. Am 14.3.2019 gab es ein Spitzentreffen im Kanzleramt, bei dem der VDA weitere staatliche Hilfen forderte: im Namen des Klimaschutzes für den Ausbau der Elektromobilität. „Die bislang zur Verfügung gestellten 300 Millionen Euro für den Aufbau eines Ladenetzes reichten nicht aus, sagte Verbandspräsident Bernhard Mattes. Der erhoffte Ausbau auf sieben Millionen Elektroautos klappe nur unter optimalen Bedingungen.“14
So geht Auto-Lobby-Politik: Erst produziert die Autoindustrie den Dieselskandal. Der bleibt in Deutschland fast straffrei. (Und der Wertverlust trifft die privaten Diesel-Besitzer.) Dann kommt das  Ablenkungsmanöver Elektroauto als vermeintlich ökologischer Heilsbringer (was es nicht ist). Und dann fordert der VDA Subventionen für die Elektromobilität.

Bundeswirtschaftsminister Ur-Altmaier. Peter Altmaier diskutierte im Spiegel mit Luisa Neubauer von „Fridays for Future“ über die Klimakatastrophe und lobte die Aktivitäten der Bundesregierung: „Wenn eines Tages die Autos elektrisch und autonom fahren, kann sich das auch die Seniorin mit einer kleinen Rente leisten, und die Umwelt wird geschont.“15
Ob Herr Altmaier das wohl selber glaubt?

Elektrischer Kinder-Bugatti. Das Bugatti-Modell Baby II kostet 30.000 Euro und bietet im Kindermodus 1 kW Leistung und 20 km/h. Der Modus für Erwachsene liefert 4 kW und 45 km/h. Für noch mehr Leistung gibt es ein „Speed-Key-Update“.16

Katastrophale Lage durch E-Mobilität. Der Betriebsratschef des größten Autozuliefer-Konzerns Bosch, Mario Gutmann, äußerte zur Situation seines Konzerns angesichts der Umstellung auf Elektroantrieb: „Die Lage ist katastrophal.“ Er rechnet mit einer Halbierung der 800.000 Arbeitsplätze in der deutschen Autoindustrie: „Wenn die E-Mobilität explosionsartig kommt, dann ist es mit unserem Wohlstand in Deutschland vorbei.“17

Elektromobilität kostet: BMW muss einsparen. Von 2019 bis 2022 will BMW 12 Milliarden Euro einsparen. „Dafür soll die Belegschaft in den Bereichen Digitalisierung, autonomes Fahren und Elektroautos weiter aufgebaut werden.“18 – Der Umsatz im Jahr 2018 blieb mit 97,5 Milliarden Euro um sieben Prozent unter dem Ziel, der Vorsteuergewinn lag deutlich unter dem von 2017. BMW wird Milliarden in Elektroautos und Fahrassistenzsysteme investieren.19

Alleingang von VW. Der VW-Konzern (und Hauptverursacher des Diesel-Skandals) erstellte Mitte März 2019 das Strategiepapier „Zur besseren Förderung der Elektromobilität“, das von Konzernchef Herbert Diess vorgestellt wurde. Es setzt bedingungslos auf Elektroantrieb: Damit bremst VW u. a. BMW und Daimler aus, da diese u. a. auch Brennstoffzellen und Plug-in-Hybride etc. weiterentwickeln möchten. Diess fordert vom VDA eine wesentlich stärkere Unterstützung des Elektroantriebs. VW will 2040 das letzte Auto mit fossilem Antrieb herstellen. Diess weiter: „Kohle- und CO2-freier Strom ist ein Muss für E-Autos.“20 Allerdings wirkt die E-Mobilität auch als Jobkiller in der Autoindustrie. Diess: „Ein E-Auto wird mit etwa 30 Prozent weniger Arbeit hergestellt als ein Verbrenner.“ ((BMW kündigt Einsparungen in Milliardenhöhe an, in spiegel.de 20.3.2019))
Der Vorstandsvorsitzende des Autozulieferers ZF, Wolf-Henning Scheider, betonte, man dürfe nicht „die Strategie  eines einzelnen Unternehmens mit der  gesamten Branche gleichsetzen“.21
Im VW-Papier „Ansätze und Vorschläge zur besseren Förderung von Elektromobilität in Deutschland“ wird auch die Forderung erhoben, die Stromtankstellen statt mit 300 mit 600 Millionen Euro zu subventionieren. Dazu wird kostenloser Strom gefordert: „Über einen „Mobilitätsfonds Elektromobilität“ sollen Fahrzeuge unter 20.000 Euro kostenlos laden können. Und die staatliche  Kaufprämie soll ab 2023 von der Wagengröße abhängen: Ein Elektroauto unter vier Meter Länge und mit mehr als 200 Kilometer Reichweite soll eine Förderung von 5000 Euro erhalten.22 Das VW-Papier „las sich wie eine Blaupause für Staatssubventionen an den VW-Konzern. Wettbewerber wie BMW und Daimler fühlen sich brüskiert, weil Diess in erster Linie Fördermittel für Batterieautos fordert, weniger jedoch für Hybridantriebe.“23
Am 20.3.2019 einigten sich dann die drei Autokonzernchefs Dieter Zetsche, Harald Krüger und Herbert Diess in einer Konferenzschaltung mit VDA-Präsident Bernhard Mattes, dass Elektroautos und Hybride das „Gebot der Stunde“ seien.“24 – Diess will nun auch die Hybrid-Technik in die Förderung einbeziehen. Für VW macht die einseitige Förderung des Elektroantriebs durchaus Sin, da seine Kunden eher im Kurz- und Mittelstreckenbereich unterwegs sind, während BMW- und Daimler-Fahrer auch lange Strecken fahren.25

EU beschließt schärferen CO2-Ausstoß. Bis 2021 sollen die Autohersteller in der EU auf einen Flottendurchschnitt von 95 Gramm CO2 pro Kilometer kommen: Aktuell liegt der gesamteuropäische Durchschnitt bei 118,5 Gramm. Für die Klimaziele der EU beschloss das EU-Parlament am 27.3.2019 eine Absenkung des Wertes von 95 Gramm um 37,5 Prozent ab 2030: Das macht rund 60 Gramm CO2.26
Dafür müssen aber viele Elektroautos mit offiziellen Null Gramm CO2 (und der Schönrechnung durch Super-Credits) verkauft werden – zur Kompensierung der schweren SUV-Boliden und Raser-Limousinen.
Dazu präzisiert Max Hägler in der SZ, dafür „müssten dann vier von zehn Neuwagen mit Strom fahren“.22
Der deutsche Flottenverbrauch ist natürlich kein Naturgesetz: Man könnte ja auch kleinere, sparsamere, langsamere Fahrzeuge herstellen. Aber damit verdienen die Autokonzerne weniger Geld.

Porsche Finanzholding SE steht hinter VW-Elektrifizierungsplänen. Am 19.3.2019 traf sich die Porsche SE mit Vorstand Hans Dieter Pötsch und stellte sich hinter die Elektrifizierungspläne von VW-Chef Herbert Diess. „Volkswagen will mit Staatshilfe das Land schnellstmöglich zu einem E-Auto-Standort umbauen, stößt dabei aber auf Widerstand in der Branche und in der Politik.“27

VW als Lobbyist für E-Autos. VW fordert von der Bundesregierung weitere Subventionen für Elektroautos.  „Die Lobbyisten von VW hatten den Coup sorgsam vorbereitet: Bei Treffen mit Bundestagsabgeordneten und in E-Mails an Politikerbüros ließen Konzernvertreter gleich mehrere Parteien wissen, wie ernst die Lage sei.“28 Gefordert werden auch staatliche Zuschüsse für das Ladenetz: eine Verdoppelung von 300 auf 600 Millionen Euro.
Schon interessant: Der Hauptschuldige am Dieselskandal hat logischerweise Probleme, Dieselautos zu verkaufen und macht ungeniert auf neuem Elektro-Terrain weiter.

Beifall von den Grünen zur VW-Elektrifizierungsinitiative. Fraktionsvize Sören Bartol: „Soviel Klarheit würde ich mir auch vom Verband der Automobilindustrie wünschen. Da fehlt die eindeutige Linie.“28 Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer: „Der VW-Chef zeigt Mut und macht das richtig.“28

150.000 Arbeitsplätze gefährdet. Bis 2030 sollen laut EU die CO2-Emissionen um 37,5 Prozent sinken. Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswissenschaft und Organisation (IAO) hat errechne, dass durch die Elektromobilität bei den Autoherstellern in der Antriebsproduktion 35 Prozent und bei den Zulieferern 44 Prozent der Arbeitsplätze entfallen. Das wären nach IG Metall bis zu 150.000 Arbeitsplätze in der Automobilindustrie. Jörg Hofmann, Vorsitzender der IG Metall: „Das schlimmste Szenario wäre, die Unternehmen stellen auf Elektromobilität um, und die Kunden kaufen keine Elektroautos.“29

Robotertaxis von Zoox. In San Francisco fahren schwarze Toyota-SUVs mit zwei Testfahrern im Auftrag von Zoox. Im Kofferraum ist ein leistungsstarker Computer eingebaut, im Auto selbst sammeln Kameras, Radargeräte, Laser und Sensoren Echtzeit-Daten. 2020 will Zoox die Robotertaxis aussenden, zunächst nur in San Francisco: Das Stadtgebiet muss für die Robotertaxis mit hoher Genauigkeit vermessen sein.30

BMW-Datenzentrum für autonomes Fahren. Am 27.3.2019 eröffnet BMW in Unterschleißheim bei München sein „Autonomous Driving Data Center“. Fast 1300 Mitarbeiter arbeiten an der Entwicklung von Fahrer-Assistenzsystemen, die demnächst voll automatisiertes Fahren ermöglichen sollen. 31

Bundesfinanzminister: Förderung von Elektroautos auf zehn Jahre verlängert. Olaf Scholz will die bis 2021 bestehende Förderung der E-Mobilität auf das ganze nächste Jahrzehnt ausdehnen. Er begründete dies mit den hohen Investitionen der Autokonzerne, um die CO2-Werte der EU einhalten zu können. „Der Staat muss das mit einem Ausbau der Ladeinfrastruktur und mit steuerlicher Förderung begleiten.“32
Schon interessant: Die Autokonzerne können mit ihren fossilen Fahrzeugflotten die CO2-Grenzwerte nicht einhalten, setzen – auch wegen „Super-Credits“ auf Elektrofahrzeuge, und der Staat springt sofort ein mit milliardenschwerer Subventionierung der Infrastruktur. Genauso interessant wie die Berechnung der realen CO2-Verbräuche der Elektroautos wäre die Berechnung, wieviel Milliarden dieser sinnlose Irrweg eigentlich der Allgemeinheit kostet.

China kürzt Subventionen. Der bisherige Zuschuss von umgerechnet 3300 Euro soll halbiert werden und nur noch für Elektroautos mit mindestens 250 Kilometer Reichweite gelten (bisher 150 Kilometer).33

Erdgasauto besser als Elektroauto. Christian Wüst konstatierte im Spiegel aufgrund einer Dissertation Vorteile für das Erdgasauto gegenüber dem Elektroauto bezüglich der CO2-Emissionen.34

Fußnoten und Quellen:
  1. Tesla will Elektroautos nur noch im Internet verkaufen, in spiegel.de 1.3.2019 []
  2. SpaceX startet ins All -mit einer Puppe an Bord, in spiegel.de 2.3.2019 []
  3. Volvo drosselt Tempo seiner Autos, in spiegel.de 4.3.2019; Frahm, Christian, Wer bremst, versteht, in spiegel.de 5.3.2019 []
  4. Schubert, Andreas, Teurer tanken, in SZ 6.3.2019 []
  5. Grünweg, Tom, Potente Prominente, in spiegel.de 7.3.2019 []
  6. Müller, Christina, Ein echter Piëch, in SZ 6.3.2019 []
  7. Exklusive Elektro-Sportler: Einstand der PS-Promis, in spiegel.de 7.3.2019 []
  8. Specht, Michael, Ein VW-Strandbuggy aus Aachen, in spiegel.de 6.3.2019 []
  9. Hägler, Max, Müller, Christina, Ganz leise, ganz grün, in SZ 6.3.2019 []
  10. 007 fährt elektrisch, in spiegel.de 13.3.2019 []
  11. Pötter, Bernhard, Die 50-Millionen-Frage, in spiegel.de 14.3.2019 []
  12. Kommission versagt bei der Verkehrswende, in spiegel.de 26.3.2019 []
  13. Umweltministerin hält Tempolimit für „komplett unrealistisch“, in spiegel.de 25.3.2019 []
  14. Balser, M., Bauchmüller, M., Angst vor dem Totalschaden, in SZ 15.3.2019 []
  15. Traufetter, Gerald, Amann, Melanie, „Meine Generation wurde in den letzten Jahren praktisch ständig betrogen“, in der Spiegel 12/16.3.2019 []
  16. Nefzger, Emil, Wie kindisch, in spiegel.de 24.3.2019 []
  17. Mayr, Stefan, Am Ende der Nahrungskette, in SZ 18.3.2019 []
  18. BMW kündigt Einsparungen in Milliardenhöhe an, in spiegel.de 20.3.2019 []
  19. Hägler, Max, BMW unter Spannung, in SZ 21.3.2019 []
  20. Becker, Joachim, Hägler, Max, Angriff aus Wolfsburg, in SZ 18.3.2019 []
  21. Fromm, Thomas, Vor dem großen Sturm, in SZ 19.3.2019 []
  22. Hägler, Max, Verkaufshilfe vom Staat, in SZ 19.3.2019 [] []
  23. Dahlkamp, Jürgen, Hage, Simon, Latsch, Günther, Schmitt, Jörg, Die Golf-Krise, in Der Spiegel 16/13.4.2019 []
  24. Autobosse legen Elektrokonflikt vorerst bei, in spiegel.de 21.3.2019 []
  25. Kröger, Michael, Viel Spannung, wenig Strom, in spiegel.de 23.3.2019 []
  26. EU-Parlament bringt strengere CO2-Ziele auf den Weg, in spiegel.de 27.3.2019 []
  27. Hägler, Max, Mayr, Stefan, E wie Zukunft, in SZ 20.3.2019 []
  28. Balser, Markus, Bauchmüller, Michael, Gib Strom! in SZ 20.3.2019 [] [] []
  29. Klimaziele könnten 150.000 Jobs kosten, in Der Spiegel 13/23.3.2019 []
  30. Conradi, Malte, Autonom in San Francisco, in SZ 23.3.2019 []
  31. Gnau, Irmengard, Forschen für das Auto der Zukunft, in SZ 25.3.2019 []
  32. Scholz will Elektroautos zehn Jahre länger  fördern, in spiegel.de 27.3.2019 []
  33. Reuters, weniger E-Auto-Förderung, in SZ 28.3.2019 []
  34. Wüst, Christian, Sprit aus Stroh, in Der Spiegel 14/30.3.2019 []
von wz
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