Elektroauto Chronik eines Irrtums

Juli 2017

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Siemens fährt doch elektrisch. Das 2007 gegründete amerikanische Start-up Chargepoint baut seit längerem ein Netz von Ladestationen auf kooperiert u. a. seit 2016 mit BMW und Daimler. In den USA und Mexiko hat es bereits37.000 Standorte. Nun investiert der Siemens-Konzern 43 Millionen Dollar in Chargepoint, da er seit 2010 ein Zulieferer ist und Chargepoint auch nach Europa expandieren möchte. Der Start soll in Großbritannien sein. „Chargepoint betreibt dabei die Ladesäulen nicht selbst, sondern setzt auf eine offene Plattform. Das Unternehmen berät Interessenten (etwa Handelskonzerne, Kinobetreiber oder Gemeinden), errichtet bei Bedarf die Infrastruktur und kümmert sich auch um die Abrechnung, dafür wird dann eine jährliche Gebühr erhoben. Die Information, wo welche Ladesäulen verfügbar sind, kann in Apps oder in die Navigationssysteme der Fahrzeuge eingespeist werden.“1

Nur noch E-Volvos (1). Volvo will ab 2019 alle neuen Modelle Schritt für Schritt elektrifizieren, entweder als reine Elektroautos oder als Plug-in-Hybride. Der Dieselantrieb soll komplett eingestellt werden. (Wobei Volvo sich die Diesel-Motoren aus französischer oder US-Produktion besorgte.) Zweifel über den Termin bleiben (auch aus der heutigen Sicht Juni 2019) angebracht. „Es wird lange dauern, bis nur noch Volvo-Autos mit reinem Elektro-Antrieb unterwegs sein werden. Denn zum einen werden auch nach 2019 weiter alte Modelle mit Benzin- und Dieselmotoren gebaut, sie werden nur nach und nach durch neue Modelle ersetzt. Zum anderen wird in vielen Modellen lediglich zusätzlich ein E-Motor eingebaut, es handelt sich um Hybrid-Modelle, deren Batterie sich etwa extern an einer Steckdose oder Ladesäule laden lässt, oder auch um Autos mit 48-Volt-Hybridsystem, sogenannte Mildhybride. Das Ziel lautet: Bis 2025 wollen die Schweden insgesamt eine Million E-Autos verkaufen.“2

Nur noch E-Volvos (2). Auch die Diesel-Volvos waren im Straßentest wie die Konkurrenz schmutziger als im Prüfstand-Modus. Der Vorstandsvorsitzende Hakan Samuelsson will – auch im Hinblick auf den seit 2010 chinesischen Eigentümers Geely – Volvo umstrukturieren im Hinblick u. a. auf die Klimaerwärmung und die reduzierte Neigung gerade der jüngerer Generation zum Kauf eines eigenen Autos. Geely produziert inzwischen auch die Londoner Elektro-Taxis, die mit Volvo-Technologie ausgestattet sind. „Hybride zählt Samuelsson mit in seinem Versprechen, dass alles elektrisch wird. Ein reines E-Auto steht hier bisher nicht in der Reihe. Und doch will Samuelsson bis zum Jahr 2025 eine Million davon verkaufen. War das Bekenntnis zum E-Auto am Ende nur ein PR-Coup? Und wie viel hat es damit zu tun, dass China die Hersteller nun zum Bau einer Mindestzahl von Elektroautos verpflichtet? Der Chef und Gründer der Geely-Gruppe, Li Shufu, gilt als gut vernetzt, ist einer der reichsten Männer Chinas, das als wichtigster Zukunftsmarkt für alternative Antriebe gilt.“3

Laden oder nicht laden (1): Steckerchaos. Wer über keine eigene Haus-Ladestation verfügt, wird sich mit anderen Elektroauto-Besitzern die derzeit 7500 öffentlichen Ladesäulen teile müssen. Hier herrscht ein beträchtliches Chaos bezüglich Steckersystemen, Identifizierungs- und Abrechnungssystemen. „Allein die Wahl des für sein Auto richtigen Aufladesystems gleicht einer Wissenschaft. Weil sich Industrie und Stromanbieter nicht auf einen Standard einigen konnten, gibt es Induktionsladungen, Combined-Changing-Systeme, Chademo-Systeme, Typ2-Lader und Supercharger, Haushaltsstecker oder Systeme mit zwei- oder dreiphasigen Steckverbindungen.“4

Laden oder nicht laden (2): Bezahlsysteme. An Ladesäulen muss sich der Elektroauto-Besitzer registrieren und identifizieren. Hierzu gibt es u. a. vorher freigeschaltete Schlüssel, Chipkarten und SMS-Apps. „Was genau an welcher Säule gilt, muss zuvor im Internet recherchiert werden. Manche Anbieter verlangen spezielle Handy-Apps. Andere bevorzugen Autos bestimmter Marken, oder man muss zur Nutzung einen Vertrag mit dem passenden Servicepartner abgeschlossen haben. Und als ob das alles noch nicht reichte, bleibt auch der Preis für das Laden der Batterie in den meisten Fällen ein gut gehütetes Geheimnis der Betreiber. Manchmal wird nach Ladezeiten abgerechnet, manchmal nach Kilowattstunden. Dazu kommen diverse Grundgebühren, undurchsichtige Servicepauschalen und Aufschläge.“4

Laden oder nicht laden (3): Preischaos. Der Hamburger Ökostrom-Anbieter Lichtblick hat bei Statista eine Untersuchung bei über 4000 Ladepunkten in Auftrag gegeben – mit schlechten Ergebnissen. Die Zusammensetzung der Preise ist nur mühsam zu recherchieren, die Information schlecht. So sind im Stadtnetz Hamburg keine Informationen zu finden. „Spontanes Tanken ohne Voranmeldung ist nur bei drei der elf überprüften Anbieter möglich. Die Preise differieren bei gleichen Leistungen um mehrere Hundert Prozent. So zahlt der BMW-Fahrer bei der RWE-Netztochter Innogy je nach Vertrag zwischen 900 und 1480 Euro für die rund 133 Ladezyklen. Bei den Stadtwerken in Hamburg kostet das Laden rund 590 Euro. Bei den Stadtwerken München fallen zwischen 450 und 640 Euro an. Und bei Mainova im Rhein-Main-Gebiet sind es nur 266 Euro.“4

Laden oder nicht laden (4): Unterschiedliche Interessen. Die Spiegel-Redakteure Frank Dohmen und Martin U. Müller konstatieren in ihrem Beitrag, dass bei der Elektromobilität jeder Anbieter machen würde, was er will. Die Autokonzerne befürchten, künftig weniger Geld mit den im Vergleich zu fossil betriebenen Pkw wartungsärmeren Elektroautos zu verdienen. Dazu kommt die neue Konkurrenz mit den Silicon-Valley-Firmen.
„Und da sind zum anderen die Stromanbieter: Stadtwerke und Töchter ehemaliger Stromkonzerne wie RWE oder EnBW, denen die Netze gehören, an die die Ladesäulen angeschlossen werden. Sie haben durch die Energiewende in den vergangenen Jahren erhebliche Marktanteile und Kunden verloren. In dem Geschäft mit den Ladesäulen wittern sie eine Möglichkeit, neue Produkte anbieten und Kunden gewinnen zu können. Und schließlich gibt es auch noch die Provider, die sich um die digitale Infrastruktur wie die Abrechnungssysteme kümmern. Da sich diese Unternehmen untereinander nicht trauen und das Geschäft gegenseitig nicht gönnen, versucht jeder von ihnen, so viel eigene Infrastruktur und Technik wie möglich in den Markt zu drücken – mit schlimmen Folgen für die Kunden.“4

Der BUND zur Elektromobilität: „Der Ausbau von Elektromobilität: Insbesondere die batterie-elektrischen E-Autos sollten durch ein Bonus-Malus-System bei der Kfz-Steuer (Erhöhung der hoch emittierenden und Absenkung der Belastung der im Realbetrieb saubersten  Autos) gefördert werden.“5

Solar Roof: Tesla deckt Dächer. Bei der Tochterfirma von Tesla-Gründer Elon Musk, Solar Roof, sind inzwischen Dachziegel mit unsichtbarer integrierter Photovoltaik erhältlich. „Der Kunde kann unter anderem wählen zwischen grauer ‚Schiefer-Optik‘ und rotem ‚Toskana-Stil‘. Lieferbar ‚ab 2018‘. Wer schon immer eine Solaranlage auf seinem Dach haben wollte, die man nicht sieht, kann jetzt vorbestellen. Gegen Vorauszahlung natürlich – auch das kennt man bei Tesla: 930 Euro für die Dachziegel, 450 Euro für die Hausbatterie.“6 Original-Ton Juni 2019: „Das Solar Roof macht nicht nur aus Sonnenlicht Strom, es wertet auch die Architektur Ihres Hauses auf. Und in Kombination mit einem Powerwall-Stromspeicher können Sie die tagsüber vom Solardach gewonnene Energie rund um die Uhr nutzen, so dass Ihr Eigenheim praktisch zum Strom-Selbstversorger wird. Außerdem sind unsere Glas-Solarziegel absolut unverwüstlich. Darauf geben wir Ihnen eine Garantie, die so lange gilt, wie Ihr Haus steht.“7

Elektrisch liefern in München. Am 13.7.2017 begann im Münchner Glockenbachviertel eine Offensive der Elektromobilität. Die SWM stellten am Heinrich-Ulrichs-Platz eine MVG-Leihradstation auf. Im Mai 2018 soll hier eine Ladestation für Elektroautos folgen. Derzeit gibt es auch schon eine Paket-Verteilerstation: Am Morgen bringt ein Lkw einen Container mit Waren, die von Boten mit Fahrrad oder Elektroauto im Viertel an die Kunden ausgeliefert werden. „Etwa 300 Lieferungen schaffen die Mitarbeiter pro Tag – in einem Umkreis von 800 Metern. Dadurch spart sich UPS zwei Lastwagen ein. Größere Pakete müssen allerdings nach wie vor mit dem Laster ausgeliefert werden. Weitere Stationen finden sich am Zenettiplatz und am Kidlerplatz. (…) Der Versuch läuft im Rahmen des Forschungsprojekts ‚City2Share‘, an dem zehn Kooperationspartner beteiligt sind, unter anderem die Landeshauptstadt, BMW, der Carsharing-Anbieter DriveNow, die Stadtwerke München und eben UPS.“8xxx

CSU-Privilegien für E-Auto-Fahrer. Um die Elektroautos in München zu fördern, möchte der stellvertretende Oberbürgermeister Josef Schmid (CSU) das kostenlose Parken erlauben. „Damit die Technologie vorankommt, benötigten E-Auto-Fahrer ‚Privilegien‘, forderte Schmid gemeinsam mit Hans Hammer vom Wirtschaftsbeirat. Schmid beruft sich auf das Elektromobilitätsgesetz der Bundesregierung, mit dem Kommunen Ausnahmeregelungen ermöglicht werden, um die Elektromobilität zu fördern: Denkbar wären demnach neben dem Entfall von Parkgebühren auch Ausnahmegenehmigungen für das Befahren von Busspuren oder von für den Individualverkehr gesperrten Straßen, auch Durchfahrtsverbote könnten ignoriert werden.“8 Die MVG halt dabei maximal zwei Busspuren für Elektroautos geeignet.
Dominik Hutter kritisierte in der SZ den Vorschlag mit kostenlosem Parken. Es gibt in München Parklizenzgebiete, eine verkehrslenkende Maßnahme darstellen: Anwohner sollen in der Nähe ihrer Wohnung parken können, und Besucher sollen den ÖPNV benutzen. Dies wird durch die Ausnahmeregelungen für Elektroautos konterkariert. Außerdem würde das Elektroauto zum Allheilmittel hochstilisiert, das es nicht ist: Es verursacht nahezu alle Umweltbelastungen wie Pkw mit fossilem Antrieb. „Aber auch ein Elektroauto benötigt viel Platz und viel Energie. Schadstoffe entstehen trotzdem, sie werden im Kraftwerk am Stadtrand oder im Atommeiler Ohu (in Form von Atommüll) produziert. Und bei der immens energieintensiven Herstellung. Das Grundsatzproblem der Individualmobilität wird mit dem Elektroantrieb nicht gelöst: Es ist energetisch unsinnig, eine gute Tonne Auto in Bewegung zu setzen, um 75 Kilogramm Mensch von A nach B zu bringen.“9 Dazu auch:

CSU: E-Autos gegen dicke Luft. Ein weiterer Grund für das Propagieren von Elektroautos sind die durch den Dieselskandal hervorgerufenen Belastungen der Luft durch Stickoxide – und die dadurch drohenden Fahrverbote. Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter dachte laut über Fahrverbote nach, die der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer dringend verhindern will. Deshalb will die CSU-Fraktion im Münchner Stadtrat Elektroautos im Stadtgebiet kostenlos parken lassen. „Weiter fordern die Christsozialen, außer den bereits geplanten, weitere E-Carsharing-Stationen an ‚exponierten Orten‘ einzurichten, etwa an der Brienner Straße oder der Maximilianstraße. Ein dritter Antrag fordert, mindestens fünf bis zehn Parkplätze in der Innenstadt ausschließlich für Elektroautos zu reservieren. In Antrag Nummer vier wünscht sich die CSU, dass private Betreiber von Parkhäusern Ladestationen für E-Fahrzeuge nachrüsten.“10

Industrie wittert E-Luft (1): Brose. Der oberfränkische Autozulieferer Brose weitet sein Geschäft auf China aus. „Dafür wollen die Familienunternehmer stärker als bisher mit lokalen chinesischen Autobauern arbeiten. Dazu kommen: Investitionen in neue Technologien für die Elektromobilität und die Entwicklung beim autonomen Fahren.“11

Industrie wittert E-Luft (2): Schaeffler. Der Vorstandschef des Autozulieferers Schaeffler, Klaus Rosenfeld, kündigte am 20.7.2017 eine Offensive im Bereich Elektromobilität an. Zum 1.1.2018 wird ein neuer Unternehmensbereich E-Mobilität die Arbeit aufnehmen. „Daneben soll in China ein Kompetenzzentrum E-Mobilität entstehen. Schaeffler hat in China große Ambitionen und will den dort erwirtschafteten Umsatz von zuletzt zwei Milliarden Euro binnen fünf Jahren verdoppeln, wie Yilin Zhang, der China-Chef des Unternehmens, ankündigte. Spätestens 2020 soll die Autosparte des fränkischen Konzerns mindestens 15 Prozent ihres Umsatzes mit Produkten für Hybrid-Fahrzeuge oder rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge erwirtschaften.“12

Autofirmen organisieren das Laden. Die Autokonzerne BMW, Daimler, Audi, Porsche und Ford kooperieren seit 2016 und bilden ein Konsortium für Ladestationen. An den wichtigen Fernstraßen Europas sollen tausende Ladepunkte entstehen. Dazu wird eine neue Gesellschaft mit Sitz in München in Flughafennähe gegründet. „Etwa 50 Vollzeit-Arbeitsplätze sollen dort anfangs entstehen. Die Kosten des Projekts werden auf einen hohen dreistelligen Millionenbereich geschätzt. (…) In der Liste der beteiligten Hersteller fehlen viele Namen wie Opel oder auch die französischen, italienischen und asiatischen Autobauer. Aber man steht bereits in Kontakt. Nach Gründung der Gesellschaft ist die Aufnahme weiterer Hersteller fix geplant. Die Rede ist von Renault Nissan und Volvo.“13

Autoindustrie und Stromwirtschaft teilen sich den Markt. Bei der Stromversorgung der Elektroautos scheint sich ein Duopol herauszubilden – in Zusammenarbeit mit dem Konsortium für Stromtankstellen der Autofirmen BMW, Daimler, Audi, Porsche und Ford. Innogy könnte den Norden Deutschlands versorgen, EnBW den Süden. Geplant ist ein umfassender Servce mit Abrechnung und Wartung. Dazu haben Innogy und EnBW mit dem Raststättenkonzern Tank & Rast schon viele Ladesäulen installiert. „Bislang sind es an 130 Standorten mindestens zwei Stellplätze, Ende 2017 soll es an allen 400 Raststätten eine Lademöglichkeit geben. Den Ausbau könnte man auch als eine Art Bewerbung beim Konsortium sehen. In anderen Ländern verhandelt das Konsortium jeweils mit anderen Versorgern.“13

Ziel 1: Tesla schlagen. Das Konsortium aus BMW, Daimler, Audi, Porsche und Ford hat sich nicht nur den verstärkten Ausbau der Ladestationen zum Ziel gesetzt, sondern auch ein System von Schnellladestationen, die wiederum rascher als die Tesla-Konkurrenz laden können soll. Tesla hat seine Schnellladestationen an den Autobahnausfahrten errichtet, um sie von beiden Spuren zugänglich zu machen. „Hier will das Konsortium mehr Komfort bieten und direkt an der Fahrbahn eine Lademöglichkeit installieren – und das jeweils in beiden Fahrtrichtungen und in 150 Kilometer Entfernung. Das ist zwar teurer, soll aber die Bereitschaft erhöhen, ein E-Auto zu kaufen. Wichtig ist auch die neue Abrechnungstechnik, die das bisherige Karten-Chaos beenden soll. Ein System namens Plug & Charge bucht den Betrag automatisch nach dem Ein- und Ausstecken des Ladekabels am Fahrzeug vom Konto ab.“13

Ziel 2: Normierung. Das Konsortium aus BMW, Daimler, Audi, Porsche und Ford hat sich auf einen einheitlichen Ladestecker geeinigt: den CCS-Standard (Combined Charging System).13

Ziel 3: Eine neue Stromverteilung. Auch um Tesla zu übertreffen wird die Ladeleistung der Schnellladestationen erhöht. Porsche-Vorsitzender Oliver Blume kündigte für seinen Elektro-Sportwagen Mission E (jetzt Taycan), der ab 2019 geliefert werden soll, eine Reichweite von 500 Kilometern an. Dessen Akkupaket soll in 15 Minuten auf 80 Prozent Ladung kommen. „Die aktuellen sogenannten Schnellladepunkte mit 150 Kilowatt Leistung wären beim Mission E schlicht überfordert. Deshalb forciert Porsche Ladepunkte mit 350 Kilowatt. Das ist mehr als zehnmal so stark wie herkömmliche Ladepunkte in den Städten und fast dreimal so stark wie die Supercharger von Tesla.“13
Porsche drückt mit dem unsinnigen Projekt „Mission E“ seine Ladekapazitäten für dessen 150-kWh-Akkus und 350-kW-Ladeanschluss durch – die eine Neuordnung der Mittelspannungsebene in Deutschland bedeuten würde. Und neben vielen anderen dadurch nötigen Maßnahmen gehen z.B. die vielen Tausend Kilometer an dicken Kupferkabeln für die Stromversorgung der E-Boliden IN KEINE ÖKOBILANZ ein!

Elektrische Weltreligion. Christian Wüst im Spiegel: „Der Glauben an das Batterieauto ist zur Weltreligion der mobilen Gesellschaft geworden. (…) Eine Untersuchung des schwedischen Umweltinstituts IVL kam unlängst zu dem Ergebnis, dass für jede Kilowattstunde Speicherkapazität eine Klimabelastung entsteht, die dem Ausstoß von 150 bis 200 Kilogramm CO2 entspricht. Allein der Akku des Topmodells von Tesla hat demnach schon vor seiner ersten Fahrt etwa so viel zur Erwärmung der Atmosphäre beigetragen wie der Betrieb eines Fiat Panda über 200.000 Kilometer mit fossilem Erdgas.“14

Fußnoten und Quellen:
  1. Busse, Caspar, Siemens baut E-Tankstellen, in SZ 3.7.2017 []
  2. Busse, Caspar, Hägler, Max, Schwedisches Überholmanöver, in SZ 6.7.2017 []
  3. Bigalke, Silke, Hägler, Max, Der mit dem Hammer, in SZ 9.12.2017 []
  4. Dohmen, Frank, Müller, Martin U., Nur mit Anmeldung, in Der Spiegel 28/8.7.2017 [] [] [] []
  5. Reh, Werner, BUND, Meilensteine nachhaltiger Mobilität: Verkehrsagenda 2020/2030, Stand: 12.7.2017 []
  6. Getarnte Dachziegel, in SZ 13.7.2017 []
  7. https://www.tesla.com/de_DE/solarroof []
  8. Hutter, Dominik, Schubert, Andreas, Die mit dem Strom schwimmen, in SZ 14.7.2017 [] []
  9. Hutter, Dominik, Keine Privilegien für E-Autos, in SZ 14.7.2017; Hervorhebung WZ []
  10. Anträge zu E-Autos, in SZ 26.7.2017 []
  11. Fromm, Thomas, Raus aus dem Dornröschenschlaf, in SZ 21.7.2017 []
  12. Auch Schaeffler entdeckt den Strom, in SZ 21.7.2017 []
  13. Hägler, Max, Mayr, Stefan, Das Netz kommt in Bewegung, in SZ 21.7.2017 [] [] [] [] []
  14. Wüst, Christian, Geist aus der Druckflasche, in Der Spiegel 29/18.7.2017 []
von wz
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