Elektroauto Chronik eines Irrtums

Juni 2016

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Münchner Förderprogramm lau angelaufen. Seit 1.4.2016 ist das städtische Förderprogramm zur Elektromobilität aktiv. Bisher wurden Anträge für den Kauf von 200 Elektroautos und 33 für E-Leichtfahrzeuge gestellt, dazu Anträge für 154 Pedelecs, darunter 41 Lastenpedelecs. „Insgesamt hat die Stadt in ihrem Förderprogramm 22 Millionen Euro zur Verfügung. Davon dürfte bislang nur etwas mehr als eine Million Euro abgeflossen sein, legt man die genannten Antragszahlen zugrunde. ‚Da ist noch deutlich Luft nach oben‘, sagt ein Branchenkenner.“1

Tesla kauft Sonne. Der Elektroautohersteller bietet bis zu 2,8 Milliarden Dollar für SolarCity und möchte mit der Übernahme in den Ökostrom-Markt. Elon Musk äußerte zur geplanten Übernahme, dass Tesla dadurch für seine Kunden Elektroautos, Stromspeicher und Solaranlagen anbieten könne. „Auch wenn Musk betonte, bei dem Deal gebe es nicht mehr viel zu überlegen, zeigten sich Anleger skeptisch. Tesla-Aktien verloren nach der Mitteilung mehr als 13 Prozent, was einem Wertverlust von 4,3 Milliarden Dollar gleichkam. Solar-City-Papiere gingen um 18 Prozent in die Höhe. Musk hält 19 Prozent an Tesla und 22 Prozent an Solar City, er will sich bei der Abstimmung über die Übernahme aber zurückhalten.“2

Elektroautos sollen Grenzwerte senken – rechnerisch. Derzeit liegen die Vorgaben der EU bei 120 Gramm CO2 pro Kilometer und sollen ab 2020 auf 95 Gramm abgesenkt werden. „Ohne eine schrittweise Elektrifizierung ist ein Normverbrauch von 4,1 Litern Benzin beziehungsweise 3,6 Litern Diesel pro 100 Kilometer nicht zu schaffen.“3

Fußnoten und Quellen:
  1. Völklein, Marco, „Da ist noch deutlich Luft nach oben“, in SZ 8.6.2016 []
  2. Busse, Caspar, Der Sonne entgegen, in SZ 23.6.2016 []
  3. Becker, Joachim, Die nachgeholte Revolution, in SZ 25.6.2016 []
von wz
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